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Vom Paradies und anderen Gärten
Gartengeschichten der Bibel
9. Bebenhäuser Bibellesenacht am 31. Oktober

Am Abend des Reformationstages, 31. Oktober 2012, findet in der Klosterkirche Bebenhausen wieder eine Bibellesenacht statt, die von den Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden Lustnau und Bebenhausen veranstaltet wird. In der Klosterkirche, die ja von wunderbaren Gärten umgeben ist, geht es in diesem Jahr um die Gartengeschichten der Bibel. Auch wenn die Bäume schon ihr buntes Laub abwerfen, ist die Erinnerung an die blühenden Sommergärten noch ganz lebendig. Sie wird uns durch die Wintermonate begleiten, bis die Schneeglöckchen von neuen Gartenfreuden künden.

Das Thema „Garten“ durchzieht die Bibel in unerwartet vielfältiger Weise – von der Schöpfung im ersten bis zur Vollendung im letzten Kapitel. Gott der Schöpfer scheint geradezu eine Vorliebe für Gärten zu haben: Im Garten Eden geht er umher und ruft: „Adam, wo bist du?“ Im Gelobten Land pflanzt Gott sein Volk wie einen Weinberg. Den Garten der Liebe erfüllt Gott mit wunderbaren Düften und zeigt den Verliebten die Schönheit seiner Schöpfung. Im Garten des himmlischen Jerusalems am Strom des Lebens wohnt Gott bei den Menschen und wischt die Tränen von ihren Augen. Auch entscheidende Stationen der Jesusgeschichte spielen im Garten: In Getsemani wird er verhaftet, um in den Tod zu gehen.
In einem Garten begegnet er nach seiner Auferstehung Maria Magdalena, die ihn für einen Gärtner hält.
Wer sich auf die Spur der biblischen Gartengeschichten begibt, wird staunen, wie viel Erdverbundenheit in der Heiligen Schrift zu finden ist – wie viele handfeste Erfahrungen von Gärtnern, Weinbauern, Landwirten und Heilkundigen. Das hat seinen Grund vielleicht auch darin, dass der Garten in der Bibel ein Gleichnis für das Leben der Menschen in der Gegenwart Gottes ist. Damit ist der Garten zugleich ein Bild für die Welt, wie sie sein könnte:
ein Ort der Schönheit und des Friedens, der Fruchtbarkeit und des Heils und der innigen Verbundenheit alles Lebendigen. Und vielleicht ist das der eigentliche Grund, warum der Garten und die Geschichten von ihm uns so unwiderstehlich anziehen.
Umrahmt wird das Leseprogramm durch die Musik des Tübinger Instrumentalensembles Chanter, die mit Harfe, Flöten und Saiteninstrumenten Bilder von blühenden Gärten vor dem Auge entstehen lässt. Wer möchte, kann das Gehörte beim anschließenden Zusammensein mit Brot, Wein oder Wasser nachklingen lassen.

Die Bibellesenacht am 31. Oktober beginnt um 19:30 Uhr und wird gegen 22:00 Uhr zu Ende sein.

Text: Hannelore Jahr / Quelle: Einladungstext zum Herunterladen (PDF-Dokument)

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