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Schachklub BebenhausenFELLBACH-SCHMIDEN. Nach der coronabedingten Pause wurde auch in der Schach-Oberliga Württemberg die Saison 2019/2020 zu Ende gespielt. Beim Gastspiel des fünfplatzierten Schachklub Bebenhausen 1992 beim drittplatzierten SK Schmiden/Cannstatt 1880 ging es nur noch um die goldene Ananas. Trotzdem traten beide Teams selbstverständlich vollständig an. Ehrungen gab es schon vor dem Mannschaftskampf: Bebenhausens Talent David Wendler wurde als Topscorer der Liga geehrt, da er sich in der Schlussrunde sogar eine Niederlage leisten konnte und trotzdem in die Fußstapfen von Boris Latzke treten würde, der in der Saison 2018/2019 als erfolgreichster Spieler der Oberliga Württemberg ausgezeichnet wurde. Der Cannstatter Martin Krockenberger wurde für seinen herausragenden Sieg gegen den Jedesheimer Sergej Trussewitsch mit einem Preis für die schönste Partie ausgezeichnet.

Bebenhausens Teamchef Rudolf Bräuning nutzte die Chance und gab neben Wendler auch den Nachwuchskräften Lars Kasüschke und Christopher Freiherr von Hauff die Chance, Oberligaluft zu schnuppern. Die Talente sollten sich Spielpraxis für das alles entscheidende Jugendbundesliga-Spiel in einer Woche gegen Karlsruhe holen. Der 20-jährige Kasüschke rechtfertigte an Brett 7 das in ihn gesetzte Vertrauen und sorgte früh für die 1:0-Führung der Schönbucher, welche dann allerdings empfindliche Niederlagen von Andreas Carstens (3), Boris Latzke (4) und Jürgen Roth (6) einstecken mussten. Beim Stand von 1:3 schienen den Goldersbachtälern die Felle davonzuschwimmen, zumal Bräuning (2) durch einen Blackout die Qualität einstellte. Durch technisch starke Leistungen kamen Wendler (5) und Spitzenspieler Georg Braun jedoch zu verdienten Siegen und sorgten für den 3:3-Ausgleich. Der 18-jährigen Freiherr von Hauff (8) tat sich mit der Verwertung seines Mehrbauern allerdings schwer, so dass eine knappe Niederlage für die Schönbucher drohte. Plötzlich konnte sich Bräuning jedoch ins Remis retten, wonach der Youngster seine Gewinnversuche aufgab und mit einer Punkteteilung auch für den gerechten 4:4-Endstand sorgte. So gab es nach der Coronavirenunterbrechung nur zufriedene Gesichter.

Württembergischer Meister und damit Aufsteiger in die Zweite Bundesliga wurde trotz einer Schlussrundenniederlage der Schachclub Weiler im Allgäu mit einem winzigen Brettpunkt Vorsprung vor dem Schachclub Böblingen 1975. In die Verbandsligen absteigen müssen die Zweitligareserve des Turn- und Sportverein 1905 Schönaich und der Schachverein Nürtingen 1920, welche beide erst in die Oberliga aufgestiegen waren. Grundpfeiler des frühzeitig gesicherten Klassenerhalts der Bebenhäuser waren die überragenden Ergebnisse des 19-jährigen David Wendler, der an Brett 5 8 Punkte aus 9 Partien holte und von Georg Braun, der an Brett 1 6,5 Punkte aus 9 Partien erzielte.

Die Einzelergebnisse:

SK Schmiden/Cannstatt 1880 – SK Bebenhausen                    4:4

Brett 

1. Trachtmann, Mark – Braun, Georg                                         0:1

2. Holzhäuer, Mathias – Bräuning, Rudolf                                 ½:½

3. Krockenberger, Martin – Carstens, Andreas                           1:0

4. Löhr, Markus – Latzke, Boris                                                  1:0 

5. Thoma, Christian – Wendler, David                                        0:1

6. Eisele, Steffen – Roth, Jürgen                                                1:0

7. Hamburg, Arthur – Kasüschke, Lars                                       0:1

8. Aidam-Reinisch, Günther – Freiherr von Hauff, Christopher ½:½