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Schachklub BebenhausenMAGDEBURG. Bei der 91. Deutschen Schach-Einzelmeisterschaft war unter den 34 Teilnehmern mit dem Württembergischen Meister Georg Braun der Spitzenspieler des SK Bebenhausen vertreten. Gespielt wurden neun Runden im Schweizer System. Der Tübinger Doktorand im Fachbereich Mathematik startete mit einem Setzlistenplatz in der Mitte des Feldes und konnte seine Position mit starken Leistungen noch verbessern.

Nach einem Erstrundensieg gegen den weit niedriger gesetzten Jürgen Neurohr geriet Braun in Runde 2 gegen dem Internationalen Meister Jakob Pfreundt vom Königsspringer SC 1984 in ein schwieriges Endspiel mit Minusbauern, welches er noch Remis halten konnte. In der dritten Runde musste er allerdings die erste Niederlage hinnehmen, nachdem er Großmeister Sebastian Siebrecht (Schachfreunde Essen-Katernberg), welchen er zuvor noch bei der Deutschen Blitz-Einzelmeisterschaft schlagen konnte, durch einen strategischen Fehler ein zu starkes Zentrum gab.

Nach diesen zwei Zitterpartien verbesserte Braun seine Performance deutlich, wobei er zuerst gegen Großmeister Leon Mons (MSA Zugzwang 82) solide remisierte und danach Großmeister René Stern vom SK König Tegel 1949 lange unter Druck setzte, aber den entscheidenden Gewinnzug übersah und ein weiteres Unentschieden hinnehmen musste.

In der sechsten Runde gewann der Tübinger Schachspieler seine Partie nach lediglich 17 Zügen, da Tobias Vöge (HSK Lister Turm) in eine Taktikfalle lief und früh das Handtuch warf. In Runde 7 bewies Jacek Dubiel vom SV Oberursel, dass er verdient den Titel eines Internationalen Meisters trägt, indem er Braun kontrolliert und fehlerfrei ausspielte und ihm seine zweite Turnierniederlage erbrachte.

In Runde 8 spielte das Bebenhäuser Schachtalent ein weiteres Remis gegen Alex Dac-Vuong Nguyen (SG Leipzig), bevor es zur Schlussrunde gegen den ortsansässigen Niklas Geue vom USC Magdeburg zu einem scharfen Duell inklusive Zeitnot kam, in dem jedes Tempo zählte. Hier zeigte sich, dass Braun etwas weiter gerechnet hatte als sein Konkurrent und beendete das Turnier mit einem Sieg und insgesamt fünf von neun möglichen Punkten auf dem 13. Platz.

Den ersten Platz sicherte sich das 17-jährige Schachtalent und Großmeister Luis Engel vom Hamburger SK von 1830 souverän mit 7,5 Punkten und einem ganzen Punkt Vorsprung auf die Verfolgergruppe.

Die Ergebnisse (+Bilder) der 91. Deutschen Schach-Einzelmeisterschaft: https://www.schachbund.de/dem2020.html

Alle Partien der 91. Deutschen Schach-Einzelmeisterschaft zum Nachspielen: https://live.chessbase.com/games/91st-GER-ch-2020?isCordova=False