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Schachklub BebenhausenBEBENHAUSEN. Der Schachklub Bebenhausen 1992 forderte in seinem dritten online gespielten Städte-Vergleichskämpf den traditionsreichsten Schachverein in Frankreich heraus. Nach den Kantersiegen gegen den französischen Drittligisten Gueugnon Échecs und den in Brüssel beheimateten Schachverein „Europchess“ siegten die Goldersbachtäler auch gegen den Cercle d’échecs de Strasbourg deutlich.

Den Kontakt stellte die Bebenhäuserin Hannah Rösler her, die in Strasbourg Bauingenieurwesen trinational studiert und seit dieser Saison auch für den CES spielt. Rösler organisierte das Match, übernahm alle Übersetzungsdienste und spielte selbst mit. Zwar gehören die ruhmreichsten Zeiten, als die Elsässer fünfmal hintereinander Französischer Meister und viermal Französischer Pokalsieger wurden, der Vergangenheit an, aber der Cercle d’échecs de Strasbourg ist immer noch ein großer Name.

Zuletzt mussten die Strasbourger jedoch den Abstieg aus der 1. Liga hinnehmen. Die Jugendarbeit mit über 300 Kindern ist im mitgliederstärksten Schachklub von Frankreich aber immer noch vorbildlich.

So verwunderte es nicht, dass das Match nach 6 Brettern gegen Gueugnon und 10 Brettern gegen Brüssel nun sogar an 18 Brettern ausgetragen wurde. In zwei 9er-Gruppen spielten CES I gegen SK Bebenhausen I und CES II gegen SK Bebenhausen Jugend. Gespielt wurde nach dem Scheveninger System. Das heißt, jeder Bebenhäuser musste gegen jeden Spieler von Strasbourg mit einer Bedenkzeit von 5 Minuten + 3 Sekunden Inkrement pro Spieler antreten. Strasbourg überraschte mit der Aktivierung der französischen und kanadischen Schachlegende Céline Roos am Spitzenbrett. Die inzwischen 66-Jährige spielte in den 80-er Jahren vier Olympiaden für Kanada.

Trotzdem stand nach drei Stunden Spielzeit für die erneut mit starker Besetzung (Fabian Schlottmann, Georg Braun, Rudolf Bräuning, Christoph Frick, Christopher Schwerdhelm, Alexander Alber, Joachim Keller, Bernd Köller und Christian Wied für die „Erste“ und David Wendler, Lars Kasüschke, Leander Grimm, Jonas Ortner, Hannah Rösler, Silas Deubel, Franz Kroh, Benedikt Marx und Eric Beck für die „Zweite“) angetretenen Schönbucher ein 108,5:53,5-Sieg zu Buche. Überragend waren die beiden 100-Prozent-Bilanzen der Bebenhäuser Spitzenspieler Schlottmann und Wendler. Ebenfalls sehr stark waren Braun (8,5 Punkte aus 9 Partien) sowie Frick und Ortner mit jeweils 7,5 aus 9. Für Strasbourg waren Gaspard Causse, Eléonore Schmitt und Matthias Lenz die fleißigsten Punktesammler. Beiden Teams war das Ergebnis aber nicht so wichtig. Vielmehr wurde die Deutsch-Französische Freundschaft gefeiert und alle Beteiligten waren sich einig, dass man auch in diesen schwierigen Zeiten zusammenhält.

Am Samstag wartet mit der Millionenstadt Belgrad an 10 Bretten eine schwere Aufgabe auf die Goldersbachtäler.

Das gesamte Match Amical Freundschaftsspiel Cercle d’échecs de Strasbourg – Schachklub Bebenhausen 1992 im Internet: „https://lichess.org/team/match-amical-cercle-dechecs-strasbourg-sk-bebenhausen“:

Der Cercle d’échecs de Strasbourg in Wikipedia: „https://de.wikipedia.org/wiki/Cercle_d%E2%80%99Echecs_de_Strasbourg“.

WIM Céline Roos in Wikipedia: „https://en.wikipedia.org/wiki/C%C3%A9line_Roos“.