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IGemeinderat und Ortschaftsrat im Ortsarchiv von Bebenhausenn seiner Sitzung am vergangenen Dienstag, bei der neben zahlreichen BürgerInnen auch das Tagblatt vertreten war, wurde viel über eine Verbesserung der Verkehrssituation gesprochen. Wer etwa einen stärkeren Umstieg vom Auto auf andere Verkehrsmittel wünscht, muss auch eine Verbesserung von deren Nutzbarkeit bewirken – also bessere Anbindung mit Bussen, die zuverlässiger fahren und vor allem regelmässiger – bisher ist nur der Airportsprinter einmal die Stunde regelmässig. Es gibt Stunden mit bis zu vier Bussen, es gibt aber auch Zeiten sogar unter der Woche, tagsüber, wo 40-50 Minuten gar kein Bus von oder nach Tübingen-Bebenhausen fährt.  Gerade angesichts der Verbesserung der Nachtbus-Situation für andere Teilorte Tübingens wurde der Wunsch geäussert, dass auch Bebenhausen wenigstens über einen Rufbus eine Anbindung an den Stadtverkehr Tübingen bekommt, womit mindestens alle 30 Minuten ein Bus fährt.

Auch für Fahrräder als Verkehrsmittel muss es eine Verbesserung geben, das gilt besonders für eine durchgängige Verbindung des Radschnellwegs entlang der L1208 an den Radweg von Bebenhausen nach Tübingen, der derzeit erst nach dem Ausweichparkplatz funktioniert.

Für die Verkehrsberuhigung im Ort selbst wurden verschiedene Massnahmen zur Prüfung ihrer rechtlichen Machbarkeit an die Stadt gereicht – mehrere davoin sollen falls zulässig auch zunächst auf ihre Wirksamkeit geprüft werden, bevor der Ortschaftsrat endgültig seine Wunschliste diskutiert und beschliesst.

Folgendes wurde beschlossen: 

Auf dem Hintergrund der aktuellen Belastung und einer erwartbaren Zunahme des Durchgangsverkehrs durch Bebenhausen auf dem Hintergrund des Ausbaus des Technologieparkes bei der Sternwarte und dem Horemer und wird die Stadt beauftragt, die rechtliche Zulässigkeit folgender Möglichkeiten einer Verringerung des Verkehrsflusses durch Bebenhausen zu prüfen:

1.die Anbringung einer Ampel auf WHO vor der Waldgrenze in Richtung Bebenhausen, die den Verkehr maximal 1 Minute aufhält

2.die Einrichtung eine Einbahnstraße auf dem Rittweg zwischen den beiden Schranken in folgenden Varianten: oa) von oben nach unten ob) von unten nach obenoc) nur zeitweise

3.einen Anschluss der L 1208 an den Rittweg ohne Ortsdurchfahrt, insbesondere sollen die Voraussetzungen dafür geprüft werden und falls es Hinderungsgründe gibt, sollen diese benannt werden

4.die Anbringung von Pollern zum Zweck einer Beschränkung der Durchfahrt für einen begrenzten Personenkreis (Vorschlag BI), neben der Frage der rechtlichen Zulässigkeit soll geprüft werden, ob es Folgekosten gibt, insbesondere im Hinblick auf die Pflege und Unterhaltspflicht des Rittwegs und wenn ja, wer diese tragen muss. Über die Umsetzung der vier Maßnahmen wird der Ortschaftsrat erst nach Vorliegen der jeweiligen Rechtsauskunft entscheiden.

Die Varianten 1 und 2 (Ampel und Einbahnstraße) sollen ggf. vor einer endgültigen Entscheidung auch in ihrer Wirkung getestet werden. Auch dazu braucht es einen erneuten Beschluss des Ortschaftsrats.