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Sein Name steht für Verrat schlechthin: Judas Iskarioth, der Jesus an seine Feinde auslieferte und dafür jahrhundertelang geschmäht wurde. Nach fast 2000 Jahren erzählt Judas seine Version der Geschichte. Es ist das Psychogramm eines intellektuell unabhängigen Geistes, der mit Jesus befreundet war und an die Befreiung der Juden durch den Messias glaubte. War sein Verrat die freie Entscheidung eines Mannes, der sich von Jesus die politische Befreiung im Hier und Jetzt erhofft hatte und bitter enttäuscht wurde? Oder war es ein notwendiger Freundschaftsdienst, um den christlichen Heilsplan zu vollenden? Denn ohne diesen Menschen und ohne seinen Judaskuss wäre das Christentum nie zu einer der großen Weltreligionen geworden. Wie ist Judas‘ Rolle in der Passionsgeschichte zu bewerten?

Premiere: Morgen Samstag 18. Januar 2020

Nächste Aufführungen 18.01.20 TICKET , 24.01.20 TICKET , 06.02.20 TICKET , 20.02.20 TICKET , 21.02.20 TICKET

Über die Autorin:
Lot Vekemans, 1965 geboren, ist eine der interessantesten Stimmen der niederländischen Gegenwartsliteratur. Für ihre Theaterstücke erhielt sie zahlreiche Preise, u.a. 2005 den Van-der-Vies-Preis für „Truckstop“ und „Schwester von“ sowie 2016 den Ludwig-Mühlheims-Theaterpreis für religiöse Dramatik. „Lot Vekemans gibt Figuren das Wort, die in der Historie immer zu kurz gekommen sind – und sie zeigt sie jenseits von Schwarz und Weiß ohne Wertung in Gut und Böse. In ihrem Drama „Judas“ aber stellt sie eine höchst provokante Frage: Ist Jesus oder Judas für uns gestorben?“ (Johan Simons)

Über den Schauspieler
Martin Bringmann, geboren: 1970 in Marburg/Lahn

Ausbildung: Westfälische Schauspielschule Bochum

Stationen: Bochum, Wuppertal, Bonn, Mainz, Mannheim, Bad Hersfeld, Düsseldorf, Aachen, Jena, Bremerhaven, seit Sommer 2014 Tübingen

Geboren 1970 in Marburg war Martin Bringmann nach seiner Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum (1992-1996) neben Festengagements an den Wuppertaler Bühnen, am Schauspiel Bonn, am Staatstheater Mainz und zuletzt am Stadttheater Bremerhaven, freiberuflich u. a. am Nationaltheater Mannheim, Landestheater Neuss, Staatstheater Wiesbaden, Theaterhaus Jena und Theater Bremen engagiert. Er arbeitete mit Regisseuren wie Frank-Patrick Steckel, Nils-Peter Rudolph, Holk Freytag, Hasko Weber, Volker Lösch und Dietrich Hilsdorf zusammen. Von 2014-2017 war Martin Bringmann Ensemblemitglied am LTT. In der Spielzeit 2019/2020 verstärkt er als Gast das Ensemble am LTT.