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Die erste Jugendmannschaft des SK Bebenhausen in der erfolgreichen Jugendbundesliga-Saison 2018/2019 am Neptunbrunnen auf dem Tübinger Marktplatz (von links nach rechts): Christopher Freiherr von Hauff, David Wendler, Hannah Rösler, Lars Waffenschmidt, Jonas Ortner, Leander Grimm, Trainer Georg Braun, Präsident Rudolf Bräuning.

Schachklub BebenhausenTÜBINGEN. Die Schlussrunde der Schach-Jugendbundesliga Süd hatte es in sich. Während die beiden Topteams Karlsruher SF 1853 und OSG Baden-Baden 1922 die Qualifikation zur Deutschen Endrunde schon in der Tasche hatten, entbrannte um den letzten Qualifikationsplatz ein heißer Dreikampf zwischen den drei punktgleichen Teams der SF Heilbronn-Biberach 1978, dem SK Bebenhausen und dem Heilbronner SV. Vor der Schlussrunde hatte Heilbronn-Biberach die besten Brettpunkte, aber auch die schier unlösbare Aufgabe beim Nachwuchs des Deutschen Rekordmeisters in Baden-Baden antreten zu müssen. Für die Bebenhäuser ging es darum, gegen die schon gesicherte zweite Mannschaft der Karlsruher SF 1853 möglichst hoch zu gewinnen. Dem Heilbronner SV wurde wegen der schlechtesten Brettpunktdifferenz und dem sehr schweren Spiel bei Tabellenführer Karlsruher SF 1853 I nur Außenseiterchancen eingeräümt.

Doch schon die Heilbronner überraschten mit einem 3:3 gegen die erste Mannschaft aus Karlsruhe. Für die Bebenhäuser sollte dies kein Problem darstellen, wenn sie gegen die zweite Mannschaft der Karlsruher gewinnen. Entsprechend konzentriert gingen die Goldersbachtäler ans Werk. Günstig für die Schönbucher war auch, dass die Karlsruher Reserve stark ersatzgeschwächt antrat und nicht einmal alle sechs Bretter besetzen konnte, so dass Jonas Ortner an Brett 6 zu einem kampflosen Sieg kam. Wenig später ließ Timur Kocharin (Brett 5) das 2:0 folgen. Nachdem Hannah Rösler (4) ihren Entwicklungsvorsprung in einen siegbringenden Angriff verwandeln konnte, brachte Leander Grimm (2) gegen die skandinavische Verteidigung seiner Gegnerin ein Figurenopfer. Als dieses durchschlug, feierten die Goldersbachtäler beim Stand von 4:0 bereits die Qualifkation zur Deutschen Endrunde. Doch Teamchef Rudolf Bräuning mahnte zur Besonnenheit und forderte, dass auch David Wendler (1) und Christoper Freiherr von Hauff (3) ihre heißumkämpften Partien mit größter Konzentration zu Ende spielen müssen. Freiherr von Hauff erhöhte nach wechselseitigem Verlauf dann auch auf 5:0, während Wendler seine Siegchancen nicht nutzen konnte und sich am Spitzenbrett mit einer Punkteteilung begnügen musste. Trotzdem wurde der 5,5:0,5-Sieg ausgiebig gefeiert. Als Jugendleiter Leander Grimm beim Pizzaessen ausrechnete, dass die SF Heilbronn-Biberach 1978 nun schon 5:1 in Baden-Baden gewinnen müssten, um den Bebenhäusern die Deutschen Meisterschaft noch zu verderben, waren alle siegessicher. Umso größer war das Entsetzen, als das Ergebnis Baden-Baden – Heilbronn-Biberach im Internet stand. Die Unterländer hatten sensationell mit 4,5:1,5 gewonnen. Damit hatten die Schönbucher nur noch um einen winzigen halben Brettpunkt die Nase vorne. Zur Freude und Entsetzen gesellte sich großes Erstaunen, Respekt und Mitleid mit den SF Heilbronn-Biberach 1978.

Die Einzelergebnisse:

SK Bebenhausen I – Karlsruher SF 1853 II 5,5:0,5

Brett

1. Wendler, David – Koll, Linus ½:½

2. Grimm, Leander – Grining, Maria 1:0

3. Freiherr von Hauff, Christopher – Fischer, Darja 1:0

4. Rösler, Hannah – Kiefhaber, Tobias 1:0

5. Kocharin, Timur – Hoffmann, Alexander 1:0

6. Ortner, Jonas – +:-

Die Abschlusstabelle der Jugendbundesliga Süd nach der 7. Runde:

Brettpunkte Mannschaftspunkte

1. Karlsruher SF 1853 I 25:11 10:2
2. OSG Baden-Baden 1922 I 22,5:13,5 9:3
3. SK Bebenhausen I 21,5:14,5 7:5
4. SF Heilbronn-Biberach 1978 I 21:15 7:5
5. Heilbronner SV I 18,5:17,5 6:6
6. Karlsruher SF 1853 II 13,5:22,5 3:9
7. SF Sasbach I 4:32 0:12

Beste Bebenhäuser Punktesammler waren Ortner mit 4,5 Punkten aus 6 Partien an Brett 6, Rösler mit 4 aus 6 an Brett 5 und Freiherr von Hauff mit 4 aus 6 an Brett 4, während alle anderen Stammspieler nur 50 Prozent schafften.

Bildunterschrift IMG_0276: Die erste Jugendmannschaft des SK Bebenhausen in der erfolgreichen Jugendbundesliga-Saison 2018/2019 am Neptunbrunnen auf dem Tübinger Marktplatz (von links nach rechts): Christopher Freiherr von Hauff, David Wendler, Hannah Rösler, Lars Waffenschmidt, Jonas Ortner, Leander Grimm, Trainer Georg Braun, Präsident Rudolf Bräuning.