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Gemeinderat und Ortschaftsrat im Ortsarchiv von BebenhausenIn der Sitzung vom 14.Mai 2019 befasste sich der Ortschaftsrat Bebenhausen in öffentlicher Sitzung mit der Vorstellung des Projektes der Bruderhaus Diakonie. Weil davon im „Blättle“ nicht berichtet wurde, gibt es wohl Unklarheiten, böse Gerüchte und wirklich unsinnige Spekulationen im Ort, die sich auch in übler Stimmungsmache einzelner Personen niederschlagen. Dem soll mit diesem Bericht aus dem Ortschaftsrat begegnet werden, damit wir wieder über die Fakten reden können, die keineswegs bedrohlich sondern für den Ort eher erfreulich sind:

Die Herren Riedel (Regionalleitung der Bruderhaus Diakonie) und Mennel (Leiter der sozialpsychiatrischen Diuenste in der Region) stellten ein Projekt vor, das die Bruderhaus Diakonie in der Schönbuchstrasse gegenüber von Schranners Waldhorn, im ehemaligen Silberburg-Haus, umsetzen will. 

In dem Haus sollen 14 Personen wohnen, die auf Grund ihrer psychischen Erkrankung auf Betreuung angewiesen sind. Es sind zwei Wohngruppen zu je 7 Personen geplant, eine für Ältere und eine Altersoffene. Vier Menschen sollen diese Menschen betreuen, so dass tagsüber immer einer von ihnen im Dorf ist. Nachts wird es eine Rufbereitschaft geben, deren Nummern für Nachfragen auch die Nachbarschaft erhalten kann, soweit das gewünscht wird.

Die Menschen die dort einziehen, werden 2-3 Jahre dort leben. Wer arbeiten gehen kann, wird das tun. In Tübingen gibt es für sie Arbeitsmöglichkeiten. Je nachdem wer da ist sollen aber auch Arbeitsmöglichkeiten vor Ort, etwa im Garten angeboten werden. Eine Idee ist, evtl. in dem Schuppen einen Laden zu eröffnen. Die Bewohner/innen und Mitarbeiter/innen stehen noch nicht fest. Geplant ist, Anfang kommenden Jahres (2020) zu starten.

Es wurden in dieser öffntlichen Sitzung verschiedene Fragen gestellt und beantwortet. Zum Teil wurden auch in der öffentlichen September-Sitzung des Ortschaftsrats in der Bürgerfragestunde nochmals Fragen gestellt und beantwortet. Umso bedauerlicher, dass danach immernoch falsche Gerüchte in Umlauf gebracht wurden. Es bleibt die Frage, mit welchem Interesse jemand so etwas macht ud dann noch durch BRiefe Unruhe stiften möchte.

  • Wie hoch ist der Bedarf im Landkreis und gibt es Konkurrenz zu anderen Trägern? – Die Herren von der Bruderhaus Diakonie betonten dass der Landkreis bei der Bruderhaus Diakonie angefragt hat, ob sie hier ein solches Angebot realisieren kann, das heisst dass die Initiative vom Kreis Tübingen ausging und dass dieser den Bedarf im Kries sieht. Was die Konkurrenz angeht so ist diese nicht sehr ausgeprägt, weil alle Träger im Interesse der Klient/innen in einem Gemeindepsychiatrischen Verbund miteinander arbeiten.
  • Gibt es multiple Beeinträchtigungen bei den Bewohner/innen? Ja, das kann eine Rolle spielen, etwa dass zu einer Depression auch noch eine Suchtproblematik kommt.
  • Besteht Aussicht, dass auf dem Arbeitsmarkt das benötigte PErsonal gefunden wird? Man geht davon aus. Es wird mit einer Fachkraftquote von 100% gearbeitet, die Mitarbeitenden werden intensiv fachlich geschult. Klar ist, dass die Mitarbeitenden entscheidend sind.
  • Besuche werden möglich sein, es wird einen Gemeinschaftsraum geben. Da es ein Angebot für Menschen aus dem Landkreis selbst ist, sollte es für Besuchende kurze Wege geben.
  • Wie ist es mit Parkplätzen? Diese werden ausgewiesen, zwei zusätzliche Parkplätze im Garten.
  • Würde der neue Laden in Bebenhausen eine Konkurrenz für die derzeitigen Markthändler sein? Das ist nicht beabsichtigt und wurde auch gut abgestimmt. Ggf. kann man mit diesen kooperieren.
  • Dies ist keine Suchtstation und keine Forensische Psychiatrie – Es handelt sich, anders als gemunkjelt wird, entsprechend nicht um psychisch kranke Straftäter, Pädophile oder was dergleichen Unfug mehr inzwischen kursiert. Die Menschen in dem Haus werden nicht gefährlicher sein als alle anderen Nachbarn in Bebenhausen. Auch nicht kranker als manch andere hier im Ort. Nur vielleicht noch besser betreut.

Die Herren Riedel und Mennel unterstrichen ihr Anliegen, für diese besondere Nachbarschaft zu werben. Formal hat der Ortschaftsrat nicht darüber zu entscheiden, da es ein privates Gebäude und die freie Nutzung ist ist. Für das GElingen des PRojekts ist es aber wichtig, dass es im Ort willkommen ist.

Aus dem Ortschaftsrat wird das Projekt eher als Chance für den Ort gesehen und begrüßt. Es wird vorgeschlagen, noch eine öffentliche Veranstaltung mit Vertretern der Bruderhaus Diakonie zu machen, bei der Bürger/innen ihre Fragen stellen können. Diese Möglichkeit soll nun auch in der öffentlichen Oktober-Sitzung des Ortschaftsrats geboten werden.

Wir können froh sein, dass wenn auch kein Pflegeheim so doch eine tagespflegende Einrichtung des betreutenn Wohnens für Ältere und älter werdende kranke Menschen in Bebenhausen geschaffen wird. Sie können eine Bereicherung für den Ort sein, nicht nur durch ihren möglichen neuen Laden – wie lange hat Bebenhausen keinen mehr gehabt! – sondern auch durch ihre Beiträge zur Belebung des Dorflebens.

/In dieser Fassung ist das obige eine Stellungnahme des Ortschaftsrats-Mitglieds Wettach und keine des ganzen Ortschaftsrats von Bebenhausen. WGW/

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