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Pressemitteilung der Stadt Tübingen2018 war ein erfolgreiches Jahr für den Tourismus in Tübingen mit insgesamt 269.763 Übernachtungen. Das sind so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebung 1984. „Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Übernachtungen noch einmal um 0,3 Prozent angestiegen, obwohl seitdem über 100 Betten vom Hotelmarkt verschwunden sind“, sagt Manuela Feiler von der WIT Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen. 2018 hatten das Hotel Hospiz mit 75 Betten und das Hotel-Gasthaus Hirsch in Kilchberg mit 24 Betten geschlossen: das eine wegen zu hoher Brandschutzauflagen, das andere aus privaten Gründen. Der Verlust von sechs Prozent der Bettenkapazitäten führte dazu, dass die Zahl der Übernachtungsgäste um 3,2 Prozent auf 135.248 angereiste Personen zurückging.

„Der Rückgang von Hotelbetten-Kapazitäten ist bedenklich. Bei Zimmeranfragen in der Tourist-Information und beim Tagungs- und Kongressservice wird zum Teil händeringend nach Betten gesucht“, sagt Gabriele Eberle, Geschäftsführerin des Bürger- und Verkehrsvereins. In diesem Jahr wird sich die Situation weiter zuspitzen: Das Haus Albblick (Gästehaus des Difäm) mit ehemals 32 Betten ist seit Jahresbeginn geschlossen, weil es jetzt betriebsintern genutzt wird. Das Hotel Domizil ist – wenn auch nur vorübergehend – wegen Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen lediglich mit der Hälfte des gewohnten Bettenangebots (60 Betten) am Markt. Die hohe Nachfrage bei verknapptem Angebot lässt indes die Auslastung der einzelnen Betriebe ansteigen.

Juli bleibt übernachtungsstärkster Monat
Der Juli hat sich in mehreren Jahren in Folge als der mit Abstand übernachtungsstärkste Monat etabliert. Dem Juli folgte 2018 der Juni und dicht dahinter September und Oktober. Zweistellige Zuwachsraten gab es im Februar und Juni. Während sich die Übernachtungszahlen insgesamt im Verlauf des Jahres auf dem Vorjahresniveau einpendelten, stiegen die Übernachtungen der Auslandsgäste deutlich um über sieben Prozent auf 66.066 an und machten rund ein Viertel aller Übernachtungen aus. Die meisten Nächte in Tübingen verbrachten wie bereits in den vergangenen Jahren die Gäste aus Italien (plus 3,2 Prozent), dicht gefolgt von den Besucherinnen und Besuchern aus der Schweiz (plus 8,2 Prozent). Den dritten Platz belegen die USA. Die mit Abstand größte ausländische Besuchergruppe waren erneut die Gäste aus der Schweiz vor Italien, den USA und Frankreich. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 25.297 Gäste aus dem Ausland nach Tübingen.

Schwerpunkt auf internationaler Vermarktung
Entsprechend stark engagieren sich die Wirtschaftsförderung und der Bürger- und Verkehrsverein in der internationalen Vermarktung Tübingens. „Wir definieren Schwerpunktmärkte und setzen unser Marketingbudget gezielt ein: Mit der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) sind wir im europäischen Ausland aktiv, mit der neu eingegangenen Kooperation der Historic Highlights of Germany setzen wir auf den amerikanischen und zukünftig auch auf den chinesischen Markt“, berichtet Claudia Rist von der Wirtschaftsförderung.

Gemeinschaftliche Erfolge
Neben den Kooperationen im Auslandsmarketing ist die Vernetzung der Akteure vor Ort entscheidend für die erfolgreiche Positionierung und Vermarktung der Universitätsstadt Tübingen. „Die Hoteliers und Gastronomen, die Kulturschaffenden und Einzelhändler, die Events der Tübingen Erleben GmbH, die städtischen Veranstaltungen, die Unternehmen und die Bürgerinnen und Bürger: Sie alle machen Tübingen aus. Erfolgreiche Tourismusarbeit ist nur gemeinsam realisierbar, und wir alle sind Markenbotschafter“, sagt Manuela Feiler.

Enge Verzahnung mit der Region
Um die Gäste länger in Tübingen zu halten, ist die Verzahnung mit dem attraktiven und gut erreichbaren Umland unerlässlich. Daher beteiligt sich Tübingen an den Aktivitäten des Landkreises mit der Einrichtung eines weiteren zertifizierten Premium-Spazierwanderweges in Unterjesingen am sogenannten Früchtetrauf. Zudem liegt Tübingen an zahlreichen landesweiten Radfernwegen wie dem Neckartal-Radweg. Eine zusätzliche Marketingkooperation mit Tübinger Beteiligung stellt die Qualität dieses Radweges sicher. Mit der Nähe zum Naturpark Schönbuch, zur Schwäbischen Alb und zu nahegelegenen Schlössern und Höhlen ist Tübingen ein beliebter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Region. Für Besucherinnen und Besucher plant der Schwäbische Alb Tourismusverband (SAT) eine neue Gästecard, die ausschließlich bei teilnehmenden Gastgebern erhältlich sein wird. Sie soll Übernachtungsgästen die kostenfreie Nutzung verschiedener Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie des öffentlichen Nahverkehrs ermöglichen.

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