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Zum 500-jährigen Andenken an den deutschen Dichter Heinrich Bebel zeigt das Stadtmuseum in der Außenvitrine sein Werk „Ars Versificandi et carminum con dendorum cum quantitatibus syllabarum“. Außerdem sind sogenannte Fazetien, witzige Kurzgeschichten, ausgestellt.

Bebels Anliegen war, dass das klassische Latein-Studium an den Normen der antiken Schriftsteller ausgerichtet sein soll. In einigen Werken übte der Dichter auf unterhaltsame Weise Gesellschaftskritik. In seinem Werk Proverbia Germanica hat er deutsche Sprichwörter ins Lateinische übersetzt, mit dem Ziel, das Erfahrungswissen der Deutschen zu bündeln und eine Grundlage für die guten Sitten und das Gerechtigkeitsempfinden zu schaffen.

Heinrich Bebel stammte aus einer schwäbisch-bäuerlichen Familie. Er verstarb 1518 in Tübingen. 1492 studierte er an der Universität in Krakau, vier Jahre später wurde er Lektor für Rhetorik und Poesie an der Universität Tübingen. Die Stelle als Hochschullehrer hatte er bis zu seinem Tod inne. Die Karriere von Bebel fand ihren Höhepunkt 1501 in der Krönung zum poeta laureatus – ein lorbeergekrönter Dichter – durch Kaiser Maximilian I. Die Krönung war die höchste Auszeichnung für Dichter.

Jeden Monat stellt das Stadtmuseum einen oder mehrere besondere Gegenstände aus seiner Sammlung aus. Das Objekt des Monats ist immer in der Außenvitrine, neben dem Eingang des Stadtmuseums, ausgestellt. Auf der Internetseite des Stadtmuseums sind im Archiv alle bisherigen Objekte seit 2015 aufgeführt.
http://www.tuebingen.de/stadtmuseum

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