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File:FriedrichWilhelmSchelling.jpgImmer wieder Dienstags – aber nicht jede Woche – finden Sie hier Prominente, BewohnerInnen und Gäste Bebenhausens. In der sechsten Folge Friedrich Wilhelm Joseph Ritter von Schelling. Er war ein deutscher Philosoph und einer der Hauptvertreter des Deutschen Idealismus. Schelling war der Hauptbegründer der spekulativen Naturphilosophie, die von etwa 1800 bis 1830 in Deutschland fast alle Gebiete der damaligen Naturwissenschaften prägte. Seine Philosophie des Unbewussten hatte Einfluss auf die Ausbildung der Psychoanalyse. Schellings Philosophie bildet sowohl das entscheidende Verbindungsglied zwischen der kantischen und der hegelschen Philosophie als auch zwischen der idealistischen und nachidealistischen Philosophie.. Auf der Webseite der Stadt zu Bebenhausen heisst es über ihn:

Der Philosoph, dessen Vater zweiter Professor an der  Klosterschule wurde, kam im Alter von zwei Jahren nach Bebenhausen, wohnte mit seiner Familie im „Kapfschen Bau“ und ging hier zur Schule. Im Jahr 1789, im Alter von 14 Jahren, schrieb Schelling die „Geschichte des Klosters Bebenhausen“, in welcher er alle Häuser Bebenhausens und deren Bewohner beschrieb. Leider ist diese Schrift in den Wirren des Zweiten Weltkriegs wohl verloren gegangen. Lediglich die Beschreibung des Tals, der Berge unter besonderer Beachtung des Jordans, des Waldes und des Klimas ist erhalten.

Ausführlich wird er wie in vielen Sachbüchern auch in der Wikipedia dargestellt:

Nb pinacoteca stieler friedrich wilhelm joseph von schelling(* 27. Januar 1775 in Leonberg, Herzogtum Württemberg; † 20. August 1854 in Bad Ragaz, Kanton St. Gallen; 1812 geadelt).

Schelling stammte aus einer alteingesessenen schwäbischen Pfarrersfamilie. Der Vater Joseph Friedrich Schelling, zunächst Pfarrer und Diakon in Leonberg, ab 1777 Lehrer am Höheren Seminar des Klosters Bebenhausen, war ein angesehener Orientalist. Das intellektuelle Milieu in Schellings Elternhaus war geprägt durch die protestantische Mystik und pietistische Innerlichkeit der Schwabenväter Johann Albrecht Bengel und Friedrich Christoph Oetinger und sollte nicht ohne Einfluss auf Schellings spätere Philosophie bleiben. Schelling besuchte zunächst die Lateinschule in Nürtingen, dann die evangelische Klosterschule in Bebenhausen. Der als geistig frühreif geltende Schelling lernte dort neben Griechisch und Latein auch Hebräisch, Arabisch und neuere Sprachen mit den älteren Schülern. Dabei wurde Schelling unter anderem sehr von seinem Onkel und Lehrer Nathanael Köstlin geprägt.

Mit einer Sondergenehmigung konnte Schelling 1790 bereits im Alter von knapp sechzehn Jahren in das Tübinger Evangelische Stift, das zur Universität gehörte, aufgenommen werden. Dort studierte er Evangelische Theologie gemeinsam mit Friedrich Hölderlin und Georg W. F. Hegel, es kam zu einer geistig sehr fruchtbaren Freundschaft (die „Tübinger Drei“). Die Ideen der Drei wurden vor allem durch die geistige Welt der theologischen Aufklärung und den Enthusiasmus der Französischen Revolution geprägt. Ihr revolutionärer Geist schlägt sich im so genannten Ältesten Systemprogramm des deutschen Idealismus (1796/97) nieder, in dem neben Gedanken zur Freiheit und zur Staatskritik auch die Idee einer Neuen Mythologie[1] vertreten wird. Neben dem Studium der Philosophie Kants war es vor allem die Schrift Über die Lehre des Spinoza in Briefen an den Herrn Moses Mendelssohn[2] von Friedrich Heinrich Jacobi, die großen Einfluss auf das Denken der Drei ausübte. Durch diesen Text und den folgenden Pantheismusstreit wurde die Philosophie von Spinoza im deutschen Sprachraum, wenn auch als Skandalon, erst richtig bekannt. Schellings Auseinandersetzung mit Kant zeigt sich bereits in seiner Magister-Dissertation 1792, einer Abhandlung über den Ursprung des Bösen.[3] Die Philosophie Spinozas hatte vor allem auf Schellings Früh- und Identitätsphilosophie starken Einfluss. Auch setzte Schelling sich bis zum Jahre 1812 immer wieder mit den Lehren Jacobis auseinander. (…)

Schelling Daguerrotypie. File:Schelling 1848.jpg von Wikimedia commons. Public Domain.Unter anderem wurden durch Schelling Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Franz von Baader, Ernst von Lasaulx, Ludwig Schöberlein, Karoline von Günderrode, Ignaz Paul Vitalis Troxler, Henrich Steffens, Joseph Görres, Hanno Bernheim (1824–1862), Lorenz Oken, Johann Baptist von Spix, Karl Joseph Hieronymus Windischmann, Gotthilf Heinrich von Schubert, Søren Kierkegaard, Karl Wilhelm Ferdinand Solger, Victor Cousin, Nishida Kitaro und vor allem auch Martin Heidegger beeinflusst. In England wirkte er auch auf den Dichter und Literaturkritiker Samuel Taylor Coleridge und den Dichter, Literatur- und Kunstkritiker Sir Herbert Read u.a.

Jürgen Habermas und Paul Tillich behandelten Schellings Philosophie in ihren Dissertationen. Tillich ist vor allem von Schellings Spätphilosophie beeinflusst. (…) Auch der erste große Wirtschaftstheoretiker in Deutschland Friedrich List wurde von ihm beeinflusst. Seine ökonomische Theorie der produktiven Kräfte, die sich von der Werttheorie Adam Smiths abgrenzte, erhielt Anregungen durch insbesondere Schellings Naturphilosophie. [65]

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