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Tizian 066Immer wieder Dienstags – aber nicht jede Woche – finden Sie hier Prominente, BewohnerInnen und Gäste Bebenhausens. In der vierten Folge Kaiser Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Auf der Webseite der Stadt zu Bebenhausen heisst es über ihn:

Vom Reichstag in Augsburg kommend, schlug der Kaiser im Jahr 1530 sein Quartier in Bebenhausen auf. Er war in Begleitung seines Bruders Erzherzog Ferdinand auf dem Weg nach Aachen zu dessen Königskrönung. Sie wurden in Bebenhausen nicht nur vom Abt, sondern auch von 300 vorderösterreichischen Rittern empfangen.

Er wurde im Jahre 1519 zum römisch-deutschen König gewählt; nach seiner Krönung im Jahre 1520 nannte er sich „erwählter“ Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (HRR). Im Bebenhausen-Besuchs-Jahre 1530 wurde er offiziell, als letzter römisch-deutscher Herrscher, durch Papst Clemens VII. in Bologna zum Kaiser gekrönt. ….

Ausführlich wird er wie in vielen Geschichtsbüchern auch in der Wikipedia dargestellt:

„Er verstand sich als Friedenswahrer in Europa, Schützer des Abendlandes vor den Osmanen und sah sich zuständig für den Schutz und die Reform der Kirche. (…) Zu seiner Zeit wurden für die kommenden Jahrhunderte wichtige Reichsgesetze erlassen. Darunter war etwa die nach ihm benannte Constitutio Criminalis Carolina. (…) Karl V. (HRR)Die Carolina wurde im Jahre 1532 auf dem Reichstag in Regensburg ratifiziert und gilt als das erste allgemeine deutsche Strafgesetzbuch. Auf dem Augsburger Reichstag von 1530 wurde die Reichspolizeiordnung erlassen. Diese wurde zur Basis weiterer Reichsgesetze und von Regelungen in den einzelnen Territorien. Waren die Regelungen insgesamt maßvoll, galt dies für die diskriminierenden Bestimmungen zu den Juden nicht. Ein weiterer Punkt während des Reichstages war erneut die Diskussion über die Monopole der großen Handelsgesellschaften. Ein sehr weitgehender Gesetzentwurf wurde jedoch nicht verabschiedet.[49]“ (…)

Karl V., oft durch Kriege abwesend, konnte die Ausbreitung der Reformation nicht verhindern. Zeitweise zielte er auf eine Überwindung der Spaltung ab.“ Es kam aber zur Wiederherstellung der Herrschaft von Herzog Ulrich von Württemberg und dessen Übergang zum Protestantismus 1538, was Karl und Ferdinand zur Beteiligung an der Gründung des Nürnberger Bundes der Altgläubigen brachte, der aber nicht erfolgreich war.

1555 dankte der Herrscher Europas in Brüssel ab, vierzig Jahre nachdem ihn sein Grossvater, Kaiser Maximilian I., am selben Ort für volljährig erklärt hatte. 1556 erhielt sein Erstgeborener Philipp II. Spanien und die Kolonien, 1558 wurde sein Bruder Ferdinend, der wie beim letzten Mal beschrieben schon vier Jahre vor Kaiser Karl besucht hatte, zum Kaiser Ferdinand I..

Karl verstarb am 21. September 1558 im Kloster San Jeronimo de Yuste (Extremadura) an Malaria, die in der Gegend endemisch war.

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