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Hans Maler 002Immer wieder Dienstags – aber nicht jede Woche – finden Sie hier Prominente, BewohnerInnen und Gäste Bebenhausens. In der dritten Folge Erzherzog Ferdinand von Österreich. Auf der Webseite der Stadt zu Bebenhausen heisst es über den späteren Kaiser:

Der Bruder Kaiser Karls V. weilte 1526 in Bebenhausen in der Absicht, „nach frommer Christensitte seine Vergehungen zu büßen“, wie es in einer Inschrift in der ehemaligen Bibliothek des Klosters heißt.

1526 war das Jahr, in dem der Erzherzog von Österreich, der spätere deutsche König und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, am Ende des Jahres zum König von Böhmen gekrönt wurde und 1530 wurde er auch mit unserem Württemberg belehnt – manches seiner Bebenhausener Gebete ist wohl in Erfüllung gegangen…

In der Wikipedia wird er mit seiner Geschichte ausführlich dargestellt:

„Nach dem Tode Maximilians stellte sich das Problem des Erbes. Nach der bisherigen Tradition im Haus Habsburg sollte das Erbe unter den Söhnen des Verstorbenen aufgeteilt, aber zu „gesamter Hand“ regiert werden, nach spanischem und burgundischen Recht erbte der älteste Sohn. Im vorliegenden Falle aber war der einzige Sohn Philipp bereits vor dem Vater gestorben. Somit fiel das Erbe an die Enkel Karl und Ferdinand. (…) Ferdinand, mit Aussicht auf das böhmisch-ungarische Erbe, stimmte dem im Wormser Teilungsvertrag am 21. April 1521 zu. Aber dagegen kam es zum Widerspruch verschiedener Stände. Daher kam es am 7. Februar 1522 zum Brüsseler Vertrag. Danach erhielt Ferdinand die niederösterreichischen Länder (das Erzherzogtum Österreich) einschließlich der (ehemals) innerösterreichischen (Steiermark, Kärnten, Krain und andere), sowie die oberösterreichischen Länder (Tirol und die Vorlande). (…) Auch sagte Karl zu, im Reich die Wahl Ferdinands zum römischen König und damit zum wahrscheinlichen Nachfolger im Kaiseramt zu betreiben. (…)

AnnajagielloKönig Ludwig II. von Böhmen und Ungarn fiel 1526 in der Schlacht von Mohács. Weil der König ohne Söhne war, hatte Ferdinand durch seine Heirat mit Anna von Ungarn und Böhmen [Bild rechts] Anspruch auf die Nachfolge. (…)

Auch trat ihm sein Bruder Karl Württemberg ab, welches zur Finanzierung der Kriegskosten gegen Ulrich von Württemberg an Habsburg gefallen war. 1530 wurde er mit Württemberg belehnt, das der Schwäbische Bund 1519 dem Herzog Ulrich entrissen und an Österreich verkauft hatte.[1][2] (…)

Ab 1563 immer öfter von Fieberanfällen geplagt, verstarb Ferdinand am 25. Juli 1564 in Wien und wurde im Veitsdom auf der Prager Burg begraben – neben seiner Frau Anna [Bild oben], mit der er rund 25 Jahre eine glückliche Ehe geführt hatte.

Ferdinands Wahlspruch lautete: „Fiat iustitia, et pereat mundus“ („Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe die Welt darüber zugrunde.“). Ferdinand hat sich im Laufe der Zeit ein beträchtliches Ansehen erworben. Erasmus von Rotterdam widmete ihm die zweite Auflage der Institutio Principis Christiani.[45]

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