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Zum Landkreis TübingenDie Abteilung Gesundheit im Landratsamt Tübingen nimmt die aktuelle Masernwelle in Berlin und den Tod eines erkrankten Kindes zum Anlass, auf die Überprüfung des Impfschutzes bei Kindern aufmerksam zu machen.

Die Impfung gegen Masern sollte in der Regel bei Kindern im Alter von 11-14 Monaten durchgeführt werden. Die Impfung besteht aus einem Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln. Bis zum Ende des zweiten Lebensjahres sollte dann eine zweite Impfung erfolgen, um vollständigen Impfschutz zu erreichen. Dies entspricht auch den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) der Bundesrepublik Deutschland. Empfohlen wird die Impfung auch für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, insbesondere wenn sie im Gesundheitsdienst, in der Betreuung von Immungeschwächten oder in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten.

Sogenannte Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps, Röteln oder auch Windpocken sind keineswegs harmlos. Bei Masern können beispielsweise Lungenentzündungen und Entzündungen des Gehirns als gefährliche Komplikationen auftreten. 

Bei der Schutzimpfung gegen Masern bestehen auch im Landkreis Tübingen noch große Defizite.

Die im Rahmen der Einschulungsuntersuchung 2012/2013 ermittelten Durchimpfungsraten für die zweifache Impfung ergaben für den Landkreis eine Quote von 84,5 Prozent. Neuere Ergebnisse liegen zwar nicht vor, es ist aber davon auszugehen, dass aktuell keine wesentliche Erhöhung der Quote zu verzeichnen ist.

Entsprechend der Resolution des WHO-Regionalkomitees für Europa hat sich Deutschland verpflichtet, die geforderte Durchimpfungsrate bei Masern in Höhe von 95 Prozent bis zum Jahr 2015 zu erreichen und diese Krankheit damit dauerhaft zu eliminieren.

Die Abteilung Gesundheit des Landratsamtes Tübingen rät deshalb dringend zur Schutzimpfung – auch vor dem Hintergrund, dass fehlender Impfschutz nicht nur die eigene Gesundheit gefährdet, sondern auch die anderer Menschen, die sich aus speziellen Gründen nicht impfen lassen können.

Weitere Informationen zu den Schutzimpfungen erteilen alle Haus- und Kinderärzte. Zum Thema beraten ebenfalls die Ärzte des Gesundheitsamtes Tübingen unter Telefon: 07071/207-3303.

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