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Das folgende Bild postete unser Oberbürgermeister Boris Palmer vor einem Jahr auf seiner Facebook-Seite:

Stell dir vor, es brennt und keiner kommt.

Keine Ausreden! MITMACHEN!
http://www.ich-will-zur-feuerwehr.de

OB Palmer schrieib: „Auch an Weihnachten immer für uns da. Ein guter Moment für ein herzliches Dankeschön an die Hunderte von Menschen, die immer kommen, wenn es brennt. Und der Aufruf mitzumachen, gilt immer!“ In Bebenhausen aber ist seit dieser Woche die Zeit der eigenen Abteilung endgültig vorbei. Das Tagblatt schreibt gestern online:

Punkt 9.30 Uhr öffnete am Freitag Ortsvorsteher Hansjörg Kurz das Doppeltor im Erdgeschoss des Rathauses. Der Tübinger Feuerwehrkommandant Michael Oser war mit seinem Kollegen André Weiss erschienen, der das Löschfahrzeug langsam aus der Garage herausrollen ließ. Ein letztes Mal, fortan bleibt der Stellplatz leer.

Und warum? Herr Lang im Tagblatt zitiert mich:

Die Veränderung wurde erforderlich, da seit über einem Jahr Bebenhausen nicht mehr die erforderliche Mannschaftsstärke für ein Einsatzteam stellen konnte und eine Besserung auch nicht absehbar war. „Ohne Freiwillige auch keine Freiwillige Feuerwehr“, hatte der vorige Ortsvorsteher Wolfgang Wettach angemerkt und im Spätsommer den Schlussstrich unter dieses Kapitel gezogen. Am Ende waren gerade noch vier Mann einsatzbereit – zu wenig.

Vor einem Jahr schrieb ich noch:

Wenn Sie die Freiwillige Feuerwehr Bebenhausen nächstes Jahr vermissen sollten, ist es vermutlich zu spät.

Nun ja…

Die Sicherheit des Ortes soll weiterhin gewährleistet werden – die Jugendfeuerwehr ist schon in der Abteilung Lustnau aufgenommen, auch erwachsene Feuerwehrleute wären dort vermutlich willkommen. Und die Sicherheit Bebenhausens? Dazu der Feuerwehrkommendant Oser:

Konkret bedeutet es, dass bei einem Brand in Bebenhausen „die hauptamtliche Einsatzabteilung sowie die Einsatzabteilungen Lustnau und Stadtmitte ausrücken“. Um bei einem Feuer auch die Wasserversorgung gewährleisten zu können, wird zusätzlich die Einsatzabteilung Derendingen herbeigerufen.

Und was passiert, wenn im Katastrophenfall das Hochwassertor in Lustnau geschlossen wird? Osers Antwort: „Dann wird die Tübinger Feuerwehr sicherheitshalber ein Löschfahrzeug nach Bebenhausen entsenden.“ Es soll dort einsatzbereit mit Besatzung bereitstehen, sogar dann, wenn kein Notfall vorliegt.

Ein letztes Mal Hans-Joachim Lang aus dem obigen Artikel im Tagblatt:

Für Sentimentalität blieb nicht viel Zeit. Hansjörg Kurz schloss die beiden Torflügel und damit zugleich ein Kapitel Feuerwehrgeschichte.

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