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Der Jahrestag der Reichspogromnacht jährt sich am 9. November zum 76. Mal.

Pressemitteilung der Stadt Tübingen75 Jahre ReichspogromnachtAn die Geschichte der Tübinger Juden und ihrer Synagoge sowie an die NS-Verbrechen erinnern im November 2014 mehrere Veranstaltungen in Tübingen. Zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung lädt die Universitätsstadt Tübingen in Kooperation mit verschiedenen Vereinen, Institutionen und Personen alle Interessierten herzlich ein am Sonntag, 9. November 2014, 17.30 Uhr, auf dem Synagogenplatz, Gartenstraße in Tübingen. Die Geschichtswerkstatt Tübingen e.V., der jüdische Verein „Bustan Shalom“, der Jugendgemeinderat und die Tübinger Jugendguides sowie der Fachbereich Kunst und Kultur der Universitätsstadt Tübingen gestalten die Gedenkveranstaltung mit Redebeiträgen und Musik. Es sprechen unter anderem Oberbürgermeister Boris Palmer, David Holinstat vom Verein „Bustan Shalom“ und Dima Tsvibel, der Leiter der jüdischen Gemeinde von Tübingens Partnerstadt Petrosawodsk. Er ist aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft in Tübingen. Bei der Reichspogromnacht am 9. November 1938 brannten SA- und SS.Männer auf Befehl des Kreisleiters die 1882 errichtete Tübinger Synagoge in der Gartenstraße nieder und zerstörten sie fast vollständig. Anschließend wurden fünf Tübinger Juden verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau verschleppt. Einer von ihnen starb später an den Folgen der Misshandlungen. Die jüdische Gemeinde, durch Emigrationen bereits dezimiert, musste sich im März 1939 auflösen – und zuvor noch den vollständigen Abbruch ihres Gotteshauses bezahlen.

Informationen zu weiteren Veranstaltungen und ein Faltblatt zur Erinnerung an die Reichspogromnacht in Tübingen sind auf der städtischen Internetseite unter http://www.tuebingen.de/kultur verfügbar.

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