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Wildschwein im Bebenhausener Gehege des Naturparks Schönbuch, in der „Kinderstube“ der Wildschweine bei der Zwergelesfeuerstelle. „Wildschwein wird zur Plage“ titelte gestern dazu die Südwestpresse, die in Tübingen als Schwäbisches Tagblatt erscheint. Dort heisst es:

„Schwarzwild ist europaweit auf dem Vormarsch“, sagt Peter Linderoth, Schwarzwild-Experte der Wildforschungsstelle Aulendorf (Landkreis Ravensburg) – auch in Baden-Württemberg: Die Abschusszahlen der Jäger dienen hierbei als Indikator für die Bestände. Bis 1990 wurden immer weniger als 10.000 Stück Schwarzwild erlegt, bis zur Jahrtausendwende maximal 30.400, aber im Jagdjahr 2012/13 bereits 70.151.

Von „aus dem Ruder laufen“ will im Stuttgarter Landwirtschaftsministerium zwar niemand sprechen, aber auch dort wird der rasante Zuwachs an Wildschweinen als ernstes Problem gesehen. Denn die Tiere verursachen große Schäden. Die Hauptschäden in Baden-Württemberg sind im Grünland, in Maisanbau und in anderen Getreidefeldern zu verzeichnen, sagt Experte Linderoth. Zudem können die Tiere die Schweinepest übertragen.“

Nicht nur der Jäger ist schuld, kommentiert Andreas Clasen an der selben Stelle:

Wildschweine sind schlaue Tiere. Wer eins erlegen will, der muss meistens für mehrere Stunden Geduld mitbringen und auch nachts gerne auf der Pirsch sein. Entsprechend ungerecht wäre es, bei 66.000 beziehungsweise mehr als 70.000 erlegten Wildschweinen in Bayern und Baden-Württemberg den Jägern einfach die ganze Schuld für die steigende Zahl an Schwarzwild zu geben.

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