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Pressemitteilung der Stadt TübingenAm 1. August vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, der bis zu seinem Ende 17 Millionen Menschen das Leben kostete. An diesen schrecklichen Jahrestag erinnert in Tübingen eine zwölfstündige Veranstaltungsreihe mit mehr als 30 Beiträgen aus vier Ländern. Initiiert vom Fachbereich Kunst und Kultur, beteiligen sich Professoren, Pfarrer, Kunstschaffende, Musizierende, Schülerinnen und Schüler, Beteiligte aus drei Partnerstädten und viele weitere mit eigenen Beiträgen an diesem Marathon gegen den Krieg. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen am

Freitag, 1. August 2014, von 11 bis 23 Uhr,

auf dem Areal vor der ehemaligen Thiepval-Kaserne.

„Fort mit Büchern, her mit Waffen“: Mit diesen Worten beschrieb der Jura-Professor Wilhelm von Blume die Kriegsbegeisterung, die sich auch in Tübingen Bahn brach, als das Deutsche Kaiserreich am 1. August 1914 Russland den Krieg erklärte. Unter diesem Motto steht auch die Veranstaltungsreihe.

Eröffnet wird sie von Jürgen Wertheimer, Komparatistik-Professor aus Tübingen. Der Titel seines Vortrags auf der Bühne vor dem Finanzamt ist „Reklamefahrten zur Hölle – das makabre Faszinosum der Gewalt“. Es folgen Vorträge im und vor dem Finanzamt. Das Stadtarchiv und das Kreisarchiv stellen Kriegstagebücher, Chroniken, Fotos und Zeichnungen aus dem Militärleben und dem Alltag der Tübinger vor. Auch die Tübin—*99ger Partnerstädte beteiligen sich: Unter anderem lesen Gäste aus Durham aus Feldpostbriefen und schildern die Sicht der Entente-Mächte. Michel Richaud, Oberst im Ruhestand aus Aix-en-Provence, berichtet über eine Versöhnungsveranstaltung mit Angehörigen deutscher und französischer Soldaten, die in Mazedonien gefallen sind. Es gibt eine Führung durch die Südstadt zu den Spuren des Ersten Weltkriegs. Lyrik, Filme und Musik sowie eine Andacht stehen ebenfalls auf dem Programm. Zum Abschluss singt der Liedermacher Nino Latella zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs Lieder auf Italienisch, Französisch, Englisch, Deutsch und im sizilianischen Dialekt.

Der Eintritt ist frei. Das vollständige Programm sowie eine Liste aller Beteiligten und Kooperationspartner gibt es im Internet unter www.tuebingen.de/kultur .

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