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Gemeinderat und Ortschaftsrat im ArchivVor 60 Jahren, am 08. Juni 1954, befasste sich der Gemeinderat Bebenhausen unter der Leitung von Bürgermeister Karl Volle und mit den Gästen Heinrich Haug, Schlossverwalter und Adolf Heller, Schuhmachermeister, mit folgenden Themen:

Ein Architekt aus Pfullingen stellt im Auftrag des Kaufmanns Adolf Weise den Antrag, den Feldweg Nr.7 (mittlerer Jordanweg) nördlich des Anwesens Nr.7 um 5-6 Meter nach Norden verlegen zu dürfen, um so einen Parkplatz für seinen PKW zu gewinnen und den unmittelbar am Weg stehenden Kastanienbaum zu erhalten. Nach Anhörung der Grundstückanlieger beschliesst der Gemeinderat Bebenhausen dieser Verlegung nur unter dem Vorbehalt zuzustimmen, dass der Weg mit einer weniger steilen Kurve so geführt wird, dass er auch mit voll beladenen Heuwagen befahrbar bleibt.

Zum Erlass des Landratsamts über das Anbringen von Reklame vom 01.Juni 1954 stellt der Gemeinderat fest, dass Bebenhausen zwar eine Ortsbausatzung hat, die jedoch zu veraltet ist und deshalb überholt werden muss. Die Satzung hat nun folgenden Wortlaut in der Sache:
1) Zum Aufstellen von Plakatsäulen auf oder an öffentlichen Wegen und zum Anbringen von Plakattafeln oder ähnlichen Vorrichtungen auf Grundstücken, an Gebäuden, Umzäunungen, die an öffentliche Wege angrenzen, ist ausser der Zustimmung der Verfügungsberechtigten polizeiliche Erlaubnis erforderlich.

2) Nichtamtliche Anschläge aller Art (gewerbliche Plakate, Aufrufe, Ankündigungen u.s.w.) dürfen auf öffentlichen Wegen nur an die hierfür bestimmten, polizeilich genehmigten Vorrichtungen (Plakatsäulen, Plakattafeln u.dgl.) und nur mit Bewilligung der Verfügungsberechtigten angeklebt oder sonst befestigt werden. Das Anbringen plakatartiger Aufschriften auf und an Wegen, Gebäuden, Zäunen, Masten u.s.w. mittels Aufmalens oder sonstiger Weise ist verboten.

3) Das Abreissen oder Beschädigen zugelassener Anschläge ist verboten.

Für ein Baudarlehen an Dr.jur. Pollmann übernahm die Gemeinde die Bürgschaft, verzichtete dabei auf eigene Sicherung: „Wie die wirtschaftlichen Verhältnisse des Antragstellers bekannt sind, hält der Gemeinderat die Eintragung einer Hypothek nicht für notwendig.“

Nach Mitteilung des Regierungs-Präsidiums Südwürttemberg-Hohenzollern vom 24. Mai 1954 sind die Kosten zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers (Beschaffung und Unterhaltung der Spritzmittel und Geräte) Sache der Nutzungsberechtigten. Der Gemeinderat Bebenhausen beschliesst, dass dies im Dorf Bebenhausen Gemeinschaftsaufgabe bleibt und darum „Die Mittel zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers auf Kosten der Gemeinde zu beschaffen, sowie auch die vorhandenen gemeindeeigenen Spritzgeräte unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.“

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