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wappenSCHWÄBISCH GMÜND. In der neunten und letzten Runde der Oberliga-Württemberg bezwang die erste Mannschaft von Bebenhausen auswärts die Schachgemeinschaft Schwäbisch Gmünd mit 6,5:1,5. Während die Goldersbachtäler keine Chancen mehr auf den Aufstieg hatten, mussten die Stauferstädter angesichts der hohen Niederlage noch um den Klassenerhalt bangen.

Der am dritten Brett spielende Georg Braun akzeptierte nach durchwachsener Eröffnung ein gegnerisches Remisangebot. Andreas Carstens (5) übertrumpfte seinen Gegner im Mittelspiel und entzauberte einen gewinnbringenden Angriff mit Dame und Springern. Ulrich Zimmermann siegte am Spitzenbrett gegen den Internationalen Meister Josef Jurek; der Goldersbachtäler sicherte sich früh die besseren Chancen und sein Kontrahent scheiterte am Rückgewinn eines Bauern.

Bei der komfortablen 2,5:0,5-Führung begannen die noch spielenden Bebenhäuser, ihre Leistung zu steigern. So befreite sich Boris Latzke (4) von einer passiven Stellung und gewann gekonnt. Philipp Kaulich (7) brach im Endspiel schließlich den Widerstand seines Gegners und führte seine Freibauern zum Sieg. Auch Joachim Kitzberger (8) erkämpfte sich dank seiner aktiven Figuren und einem wilden Mattangriff einen weiteren vollen Punkt. Rudolf Bräuning (2) wurde nach einer Stellungsöffnung für sein kompromissloses Angriffsspiel nicht belohnt, sondern ausgekontert. Im Endspiel verlor er schließlich chancenlos. Besser machte es Danijel Gibicar (6), der in einer langandauernden Kampfpartie die Oberhand behielt und einen souveränen Sieg verbuchte.

Das gleichzeitig stattfindende Spitzenduell zwischen den Stuttgarter Schachfreunden und Schmiden/Canstatt um den Aufstieg in die 2. Bundesliga endete überraschend mit einer Niederlage für Stuttgart. Diese verzichteten in der letzten Runde auf den chinesischen Weltklassespieler Li Chao und auf die russische Frauengroßmeisterin Vera Nebolsina, die in den vorherigen Runden wichtige Punkte holten. Die heimischen Stuttgarter Spieler mussten so besonders an den hinteren Brettern einige Niederlagen hinnehmen; Schmiden gewann den Mannschaftskampf 5:3.

In der Endtabelle belegt Bebenhausen nun den zweiten Platz hinter Schmiden/Canstatt. Beide Mannschaften haben mit 16:2 Mannschaftspunkten eine beeindruckende Bilanz aufzuweisen, die Zweitwertung spricht aber eine klare Sprache. Zwar gewannen vor einigen Monaten die Goldersbachtäler das Duell 5,5:2,5, aber in der weiteren Saison zeigte sich Schmiden als überlegen und holte insgesamt überragende 50,5 Brettpunkte.

Im engen Abstiegskampf unterlagen Stuttgart II und Pfullingen; Schwäbisch Gmünd und Jedesheim konnten sich knapp in der Oberliga halten.

Georg Braun wurde mit 7,5 Punkten aus 9 Partien alleiniger Topscorer der ganzen Oberliga. Stark war auch die Leistung der Jugendspieler Danijel Gibicar (6,5 Punkte aus 8 Partien) und Philipp Kaulich (6 Punkte aus 9 Partien). Boris Latzke erreichte 5,5 Punkte aus 9 Partien, Andreas Carstens und Rudolf Bräuning je 5 Punkte aus 9 Partien. Ulrich Zimmermann erkämpfte sich am Spitzenbrett gegen zahlreiche Titelträger 4 Punkte aus 7 Partien. Eine gute erste Oberliga-Saison gelang Joachim Kitzberger, der 4 Punkte aus 7 Partien holte.

Tabelle der Oberliga Württemberg nach dem letzten Spieltag:
http://ergebnisse.svw.info/show/2013/1080/tabelle/

Einzelergebnisse 9. Runde:
http://ergebnisse.svw.info/show/2013/1080/runde/9/

Topscorer: http://ergebnisse.svw.info/show/2013/1080/topscorer/

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