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Kreis TübingenDer Landkreis Tübingen qualifiziert wieder gemeinsam mit Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit und Gedenkstätten Jugendliche dazu, Jugendgruppen zu regionalen Orten des Erinnerns an NS-Verbrechen zu leiten. Innerhalb eines halben Jahres erwerben sich die 16- bis 23-Jährigen in 40 Stunden ein Zertifikat. Anschließend können Stadtgänge mit ihnen über die Volkshochschule Tübingen gebucht werden. „Jugendguides“ sind auch in Gedenkstätten der Region wie Grafeneck oder Bisingen im Einsatz, seit längerem schon in Hailfingen-Tailfingen, neuerdings auch in Mössingen zum Thema Generalstreik und in Dußlingen zum dortigen Ölschieferwerk. In Tübingen machen die Jugendguides beispielsweise Halt in der Münzgasse, vor der einstigen Schaltstelle für die Deportation von jüdischen Tübingerinnen und Tübingern in die KZs Riga, Auschwitz und Theresienstadt.

Jugendliche, die sich für die Zukunft des Erinnerns an NS-Herrschaft und –Gewalt engagieren möchten, haben 2014 noch einmal die Chance, sich dank der einhelligen Unterstützung des Kreistages des Landkreises Tübingen kostenfrei zu Jugendguides qualifizieren zu lassen. Dazu findet am Donnerstag, 3. April 2014 um 18:30 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Volkshochschule Tübingen statt. Das Projekt genießt wegen der engen Vernetzung von Erinnerungskultur und außerschulischer Jugendförderung landes- und bundesweite Beachtung.
Für interessierte Jugendluche besteht noch bis zum 30. April 2014 die Möglichkeit sich mit einem halbseitigen Motivationsschreiben an die Adresse jugendguide@kreis-tuebingen.de zu bewerben. Nähere Informationen sind außerdem  unter www.kreis-tuebingen.de erhältlich.

Ansprechpartner: Dr. Wolfgang Sannwald, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Archiv und Kultur, Tel. 07071/207-5201

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