Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , ,

In der „Mittwoch-Spalte“ der heutigen Ausgabe des Schwäbischen Tagblatts singt der SPD-Stadtrat Klaus te-Wildt das Lob der Teilorte der Stadt Tübingen:

Da hilft ein Blick über den kernstädtischen Tellerrand hinüber zum Kranz unserer schönen Teilorte. Was die Bürger dort zusammen mit ihren Ortsvorstehern und Ortschaftsräten geduldig über die Jahre erreicht (und dem Gemeinderat abgetrotzt) haben, verdient Respekt.

Wir schätzen die selbstbewussten Teilorte und wollen, dass sie auch in ihrer Infrastruktur als eigene Gemeinwesen erlebbar bleiben. Die Rathäuser mit den Verwaltungsstellen sind bürgerfreundliche Anlauforte für die Belange des Alltags; sie müssen Bestand haben. (…) Es lebt sich gut in den Teilorten, wohl auch etwas entspannter. Und näher an der Natur. Das ist die besondere Qualität. Unmittelbarer geht es zu. Lebendig mit Kindergärten und Schulen, lebendig mit älteren Menschen, die nahe ihren Angehörigen am angestammten Ort wohnen können, lebendig in den Kirchengemeinden, lebendig mit Angeboten des Sports, gut aufgestellt mit ordentlichen Feuerwehrhäusern und einladenden Räumen für die Vereine.

Wie steht es bei uns? Wir haben das Rathaus mit der Verwaltungsstelle als wichtigste Anlaufstelle im Ort. Die Aussage, die Rathäuser mit den Verwaltungsstellen „müssen erhalten bleiben“ hören wir gerne und sehen wir auch so. Wir haben das Kinderhaus Waldschule Bebenhausen und tatsächlich erhält es den Ort lebendig, sorgt für den Zuzug neuer Menschen, junger Familien. Wir haben die Kirchengemeinde Bebenhausen, mit einem eigenen Kirchengemeinderat, der zum Leben und zum gesellschaftlichen Angebot im Ort beiträgt. Wir haben sportliche Angebote für viele Altersgruppen im Schulhaus, auch wenn es gerade kein Kinderturnen mehr im Angebot gibt. Und wir haben -noch- das Feuerwehrmagazin, für die Freiwillige Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr, geschätzt von den Menschen aber von nur wenigen getragen.

Hier allerdings zeigt nicht nur was andere Teilorte haben sondern auch wo in Bebenhausen ein Mangel herrscht. Te Wildt schreibt: „Soweit das möglich ist, wollen wir uns auch für die Sicherung und Wiederherstellung einer bedarfsgerechten Grundversorgung vor Ort einsetzen. Läden, Gaststätten, Arztpraxen sind über die Versorgung hinaus Orte der Begegnung.“ Die Gaststätten haben wir, Arztpraxen, Bankfilialen, die Post und einen Laden leider nicht mehr. Das „Einkaufen in Bebenhausen“ bringt nur noch dann die Menschen in der selben Strasse zusammen wenn wie gestern am Nachmittag die Verkaufsfahrer mit Gemüse, Obst und Eiern an die Haustür bringen. Die bedarfsgerechte Grundversorgung im Ort bleibt eine wichtige Aufgabe, auch für den nächsten Ortschaftsrat und die nächsten fünf Jahre.

Sicher aber stimmt gerade für Bebenhausen, umgeben vom „Wald des Jahres“ 2014, dem Schönbuch, der eine, vielleicht zentrale Satz:

Es lebt sich gut in den Teilorten, wohl auch etwas entspannter. Und näher an der Natur. Das ist die besondere Qualität.

Advertisements