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OSNABRÜCK, MAGDEBURG, SCHNEY. Der Schachklub Bebenhausen 1992 hat bei den Deutschen Vereinsjugend-Meisterschaften in der Altersklasse U20 seinen Deutschen Meistertitel verteidigt! Allerdings hatten die Goldersbachtäler, die die Startrangliste anführten, zwischen Weihnachten und Silvester in Osnabrück einige bange Momente zu überstehen, bevor der schärfste Konkurrent, der Hamburger SK von 1830 auf Platz 2 verwiesen war. Die in der Startrangliste an Nummer 2 gesetzten Hanseaten führten nämlich nach den Runden 1 bis 5 und sahen nach einem dramatischen 3:3 im direkten Duell mit den Schönbuchern schon wie der sichere Sieger aus. Das U14-Mädchen-Team des SK Bebenhausen landete in Magdeburg auf dem enttäuschenden letzten Platz. Letztendlich waren alle Spielerinnen, Trainer und Betreuerinnen froh, dass sie nach dem Ausbruch einer Novovirus-Epidemie heil nach Hause gekommen waren. Sportlich erfreulicher was das Abschneiden der U12-Mannschaft im fränkischen Schney. Mit einem Mannschafssieg bei drei Unentschieden und drei Niederlagen zeigte sich das Team um Spitzenspieler Leander Grimm konkurrenzfähig.

Die erste Runde der Deutschen Vereinsjugend-Meisterschaften brachte für den Nachwuchs des SK Bebenhausen wie erwartet schweren Aufgaben. Die Schachtalente aus dem nicht einmal 350 Einwohner zählenden Schönbuchdorf hatten es mit den Jugendauswahlen aus Hamburg (1700000 Einwohner), Chemnitz (240000 Einwohner) und Dortmund (570000 Einwohner) zu tun.

Wie man mit Großstädtern umzugehen hat, zeigte einmal mehr das U20-Team des SK Bebenhausen in Osnabrück. Beim 5:1-Sieg gegen die SF Dortmund-Brackel 1930 legten Philipp Kaulich (4) und Ulrich Zimmermann (1) schnell eine beruhigende 2:0-Führung vor. Nach dem enttäuschenden Remis von Eric Faerber (5) machten Danijel Gibicar (3) und Timo Lebeda (6) den Mannschaftserfolg klar. Somit war zu verschmerzen, dass Georg Braun (2) sein besseres Endspiel nicht gewinnen konnte und ins Remis einwilligen musste.

Unnötig schwer machten es sich die Jungs um Jugendleiter Kaulich in Runde 2 gegen den bayrischen Vertreter SC Forchheim. Vor 2 Jahren hatten die Schönbucher gegen die Franken noch mit 6:0 gewonnen, im letzten Jahr aber nur mit 4,5:1,5, so dass die Goldersbachtäler gewarnt waren. Nach einem harterkämpften Remis von Braun (2) gewannen Gibicar (3) und Lebeda (5) souverän. Einen halben Punkt verschenkte Zimmermann (1), der seinen Gegner in haushoher Gewinnstellung ins Remis entschlüpfen ließ. Alexander Alber (6) sicherte mit seiner Punkteteilung den Mannschaftserfolg, so dass die unnötige Niederlage von Kaulich (4), der sich in Gewinnstellung veropferte, zu verschmerzen war. Trotz des 3,5:2,5-Erfolgs herrschte bei der abendlichen Mannschaftsbesprechung doch reichlich Verdruss bei den Schönbuchern, die durch Zimmermann und Kaulich wertvolle Brettpunkte verschenkt hatten. Allen war klar, das diese im Zweikampf um den Deutschen Meistertitel gegen den Hamburger SK von 1830 noch teuer werden könnten.

Eine starke Vorstellung lieferte das U20-Team in der 3. Runde beim Kantersieg gegen den Deutscher Rekordmeister SG Porz ab. Alber gelang an Brett 6 ein souveräner Angriffssieg. Braun (2) siegte in einer Kampfpartie und der stark aufspielende Zimmermann (1) gewann gewohnt sicher. Das Remis von Lebeda (5) bedeutete bereits den Mannschaftssieg, den Gibicar (3) mit einer gelungenen Partie und Faerber (4) mit einem Sieg nach einer komplizierten Partie sogar noch mit 5,5:0,5 in die Höhe schraubten. Der schärfste Konkurrent der Goldersbachtäler, der Hambuger SK von 1830, gewann indessen mit 6:0 gegen die TuS Coswig 1920 und hatte vor dem in Runde 4 anstehenden großen Duell bereits 3 Brettpunkte Vorsprung.

Zum Duell der Giganten zwischen dem Deutschen Rekord-Jugendmeister Hamburger SK von 1830 und dem amtierenden Deutschen U20-Meister SK Bebenhausen kam es in Runde 4. Es sollte ein denkwürdiges Match mit nicht zu überbietender Dramatik werden. Während die Schönbucher in den ersten drei Runden nicht restlos überzeugen konnten, einige Brettpunkte leichtfertig verschenkten und deshalb unter Gewinndruck standen, überzeugten die Hanseaten mit zwei beeindruckenden 6:0- und einem 5:1-Siegen. Doch genau hier witterten die Goldersbachtäler ihre Chance. Während sie schon in Kampfstimmung waren, sollte den Hamburger zum Verhängnis werden, dass ihnen bisher alles zu leicht von der Hand ging. So jedenfalls der Plan von Teamchef Rudolf Bräuning, der vor dem Match trotzdem „befürchtete, dass in diesem Jahr wieder die Hamburger an der Reihe sind“.

Das Match wurde auf einem unheimlich hohen kämpferischen Niveau ausgetragen. Nach vier Stunden Spielzeit war noch keine einzige Partie beendet. Unter dem Druck litt allerdings das Spielniveau. Der überragend spielende Zimmermann brachte die Seinen nach viereinhalb Stunden Spielzeit durch einen Sieg am Spitzenbrett mit 1:0 in Führung.
Bis dahin hatte es auch sehr gut für den SK Bebenhausen ausgesehen. Außer Braun, der an Brett 2 nach ungenauem Spiel zusehens unter Druck geriet, kamen alle anderen Bebenhäuser mit klaren Vorteilen aus der Eröffnung heraus. Lediglich bei Kaulich (4) war die Stellung unklar. Am klarsten stand der Bodelshäuser Alber (6) auf Gewinn. Der Hamburger Mannschaftsführer, der Internationale Meister Jonathan Carlstedt befürchtete gar „ein Debakel an allen Brettern“. Doch die Vorteile der Bebenhäuser verflüchtigten sich von Brett zu Brett. Gibicar (3) opferte in klar besserer Stellung übermotiviert einen Bauern und mußte nach über 5 Stunden Spielzeit seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Eine herbe Enttäuschung war auch das Remis von Faerber (5), der seinen ganzen Vorteil in der Zwischenzeit verspielt hatte. Bei Kaulich war in beiderseitiger Zeitnot Hochspannung angesagt, während sich Braun nach und nach aus der Umklammerung lösen konnte. In der Hinterhand hatten die Goldersbachtäler immer noch den sicher geglaubten Sieg von Alber, der jedoch immer mehr die Übersicht verlor. Nachdem sich Kaulich von seinem Gegner friedlich durch Zugwiederholung trennte, war beim Stand von 2:2 die Spannung auf dem Siedepunkt und die Bebenhäuser ganz kurz vor der Vorentscheidung. Braun hatte sich in der Zwischenzeit vollständig befreit, so dass sein Gegner ihm ein Remisangebot unterbreiten musste. Alber musste nur noch einen guten Zug in einem elementar einfach gewonnenen Bauernendspiel finden und der 3,5:2,5-Sieg war sicher. Braun entschied mit Teamchef Bräuning, noch einige Minuten auf den Gewinnzug von Alber zu warten, um dann das Remisangebot anzunehmen. Der Gewinnzug von Alber kam. Luftsprünge der Bebenhäuser unter den ca. 60 Zuschauern an diesen beiden Brettern. Braun möchte seinem Gegner die Hand zur Friedenspfeife reichen… und sieht in diesem Moment, dass Alber schon wieder einen Zug macht und mit einem unfassbaren Fehler die Partie sofort zum Remis verdirbt. Entsetzen pur.
Braun zieht die Hand zurück und beim Stand von 2,5:2,5 beginnt die Dramatik von vorne. Braun, der sich die ganze Partie über heroisch verteidigen musste und nichts zu lachen hatte, beschließt trotz einiger verschenkter Bedenkzeitminuten bei beidseitiger Zeitnot nun selbst auf Gewinn zu spielen. Der 19-jährige Riedericher verbessert seine Stellung Zug um Zug und hat nun tatsächlich selbst Gewinnchancen. Sein Gegner verteidigt sich jedoch gekonnt. Braun kann die Gewinnchancen nicht realisieren und willigt schließlich nach fast 6 Stunden Spielzeit in das 3:3 ein.

Riesiger Jubel bei den Hamburgern. Entsetzen bei den Bebenhäusern. An ein Stolpern der Hamburger in den drei Schlussrunden glaubt niemand. Es rächt sich nun, dass die Schönbucher in den ersten drei Runden zu viele Brettpunkte verschenkt haben. An ein Aufholen von drei Brettpunkten in drei Runden glauben die desillusionierten Bebenhäuser nicht.

Nach dem deprimierenden 3:3 gegen den Hamburger SK von 1830 schworen sich die U20-Jungs des SK Bebenhausen, alles zu geben, um in den drei letzten Runden die drei Brettpunkte aufzuholen. Punkteteilungen waren natürlich unter allen Umständen zu vermeiden. Gegen die sächsische TuS Coswig 1920 gelang den Goldersbachtälern dann auch ein standesgemäßer 5:1-Erfolg. Nachdem Zimmermann (1) und Braun (2) ihre Gegner gekonnt überspielt hatten, kam allerdings Sand in die Brettpunkte-Aufholmaschinerie. Gibicar (3) musste einige kritische Momente überstehen, bevor er sich in ein Remis retten konnte und auch bei Kaulich (4) war eine Punkteteilung unausweichlich. Nach den souveränen Siegen von Lebeda (6) und Faerber (5), dessen zwei Türme stärker waren als die gegnerische Dame, wussten die Schönbucher allerdings nicht so recht, ob sie sich über den 5:1-Sieg freuen sollten. Der Bebenhäuser Konkurrent, der Hamburger SK von 1830, hatte nämlich den härtesten Konkurrenten, den Startranglistendritten Stader SV sicher mit 4:2 aus dem Weg geräumt. Zwar konnten die Goldersbachtäler somit den Abstand auf die Hansestädter auf 2 Brettpunkte verkürzen, aber an ein Straucheln der bisher so souverän aufspielenden Hamburger glaubten immer weniger.

In der 6. Runde planten die Bebenhäuser mit einem hohen Sieg gegen die SF Heidesheim aus Rheinland-Pflalz. Das Problem war nur, dass die Rheinhessen mit FIDE-Meister Johannes Carow den stärksten Spieler des Turniers stellten. Lebeda (6) gelang ein einfacher Sieg gegen einen schwachen Gegner. Nach der Niederlage des bisher so überzeugend spielenden Zimmermann (1), der gegen Carow eine fürchterliche Klatsche hinnehmen musste, stellten Faerber (5) und Gibicar (3) bald die Zeichen auf einen Mannschaftssieg. Diesen brachte Kaulich (4) durch eine Punkteteilung unter Dach und Fach. Trotzdem war der 18-jährige Wankheimer extrem enttäuscht, stand er doch die ganz Partie überlegen. Zu Überraschung aller überschritt dann auch noch Braun in Gewinnstellung die Bedenkzeit, weshalb am Ende ein viel zu knapper 3,5:2,5-Erfolg zu Buche stand. Wieder einmal ließen die Goldersbachtäler auf unglaubliche Weise Brettpunkte liegen. Dies war jedoch leicht zu verschmerzen, da sich im Parallelkampf Hamburger SK von 1830 – SG Porz eine Sensation erreignete. Trotz früher 2:0-Führung bekamen die bisher so kühlen Hanseaten Fracksausen und standen gegen die Kölner Jugendauswahl der SG Porz sogar vor dem Mannschaftsverlust.
Die Porzer hatten jedoch Angst vor der eigenen Courage, gaben eine fast schon gewonnene Partie Remis, weshalb der Mannschaftskampf immer dramatischer wurden. Schließlich endete der Krimi unter dem Jubel der Schönbucher 3:3. Diese luden die gesamte Porzer Mannschaft und Betreuer spontan für den nächsten Tag zum Essen beim ehemaligen Bebenhäuser Xianliang Xu in Köln ein.

Noch war die Deutsche Meisterschaft allerdings nicht entschieden. Die Goldersbachtäler erwarteten mit dem Startranglistendritten Stader SV noch eine extrem starke Mannschaft in der Schlussrunde. Entsetzen bei den Hamburgern und Erleichterung bei den Bebenhäusern, als der Computer den Erfurter SK als Gegner für den SK Bebenhausen ausspuckte. Dieser Gegner sollte machbar sein. Als der Bebenhäuser Teamchef Bräuning dem Stader Teamchef Andreas Hauschild mitteilte, dass „wir froh sind, dass wir nicht gegen Euch spielen müssen“, entgegnete Hauschild: „Wir sind auch froh!“. Die starken Stader hatten somit noch die Chance auf Platz 3, wurden aber nach der 2:4-Schlussrundenniederlage gegen die SG Porz nur unverdienter Siebter. Die Schönbucher indessen ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Zwar stand Zimmermann gegen den starken Franz Bräuer bald am Rande der Niederlage, aber nach einem schnellen Sieg von Lebeda (6) bauten Kaulich (4) und der kompromisslos spielende Gibicar (3) die Führung auf 3:0 aus. Braun (2) war es vorbehalten, mit einem Remis den Mannschaftserfolg und damit den Deutschen Meistertitel zu sichern. Färber (5) erhöhte noch gekonnt auf 4,5:0,5 und zum Happy-End konnte Zimmermann mit unglaublicher Zähigkeit seine Verluststellung noch in eine Remisstellung verwandeln. Einer der eher seltenen Fälle, in denen die Bebenhäuser mehr Zählbares aus den Partien mitnehmen konnten, als eigentlich verdient war. War genau diese Eigenschaft in den vergangenen Jahren die große Stärke der Goldersbachtäler, so verschenkten sie in diesem Jahr doch unerwartet viele Punkte, in dem sie in den entscheidenden Momenten einfach zu weich waren.

Der Schachklub Bebenhausen 1992 feierte somit die vierte Deutsche Meisterschaft in fünf Jahren. Das Schwäbische Tagblatt schrieb in einem Artikel am 31. Dezember 2012 sogar von der „goldenen Generation des Vereins„. Nach dem sensationellen U16-Titel 2009, dem sicheren U16-Titel 2010, dem sensationellen U20-Titel 2012 folgte nun der von der Konkurrenz erwartete U20-Titel 2013. Der Hamburger Mannschaftsführer Carlstedt, dessen Team auch in der Schlussrunde ein völlig überflüssiges 3:3 gegen Forchheim abgab, gratulierte dann auch „zum ganz klar verdienten Titel“. Ganz so klar empfanden es die Goldersbachtäler freilich nicht. Jugendleiter Kaulich konstatierte auch, dass ob der vielen Titel „Motivation und Freude schon ein wenig nachlassen. Wie 2009 beim ersten Deutschen Meistertitel mit Xu und Bonenberger ist es nicht mehr.“ Nochmals Kaulich: „Aber über die Thriller gegen Hamburg und in den letzten beiden Jahren gegen Bochum und Solingen werden wir auch noch unseren Enkeln erzählen“.

Da der älteste Bebenhäuser erst 19 Jahre alt ist, wird das Team im nächsten Jahr nochmals mit denau derselben Aufstellung antreten. Natürlich sind Vereine wie der Hamburger SK von 1830 und die SG Bochum 31 immer Favorit, aber auch die Goldersbachtäler sind in der Zwischenzeit deutschlandweit ein gefürchtetes Team. „Triple“ heißt 2014 das große Ziel.

Wesentlich mehr Gefallen als an der Foto- und Interviewtour hatten die pressescheuen Bebenhäuser jedoch an ihrer Meisterschaftsfeier in Köln. Nach einem gemeinsamen Essen mit den Porzer Schachfreunden bei der Familie ihres 16-jährigen Freundes und ehemaligen Mannschaftskameraden Xianliang Xu ging es mit diesem nächtens zu Dom und Rhein. Das von Xu angeführte Porzer U16-Team verspielte in Lingen (Ems) durch eine Schlussrundenniederlage trotz eines Sieges von Xu am Spitzenbrett die Titelverteidigung in der Altersklasse U16 und landete auf dem undankbaren 4. Platz

INFO: Das Jugendtraining des Schachklub Bebenhausen 1992 findet jeden Freitag – auch in den Sommerferien – von 16 – 19 Uhr in der Begegnungsstätte Hirsch, Hirschgasse 9 in der Tübinger Altstadt statt. Eingeladen sind alle schachinteressierten Jugendlichen, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener. Die mehrfachen Deutschen Meister Philipp Kaulich und Georg Braun geben regelmäßig Jugendtraining. Für den Schachklub Bebenhausen 1992 stellen die Deutschen Meistertitel 2012 und 2013 in der Altersklasse U20, der 3. Platz bei der Deutschen U20-Meisterschaft 2011 sowie die beiden Meistertitel 2010 und 2009 bei der Deutschen U16-Meisterschaft die größten Erfolge in der noch jungen Vereinsgeschichte dar. Die Schachfohlen stellen sogar die Oberliga-Meisterschaften 2011, 2006 und 2001 mit den Aufstiegen in die 2. Bundesliga und den sensationellen Klassenerhalt in der 2. Bundesliga 2002 in den Schatten.

Die Abschlusstabelle der DVM U20:
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u20/tabelle/7/

Platz   Mannschaft                 Brettpunkte   Mannschaftspunkte

1. SK Bebenhausen                30,5:11,5    13:1

2. Hamburger SK von 1830       30:12        11:3

3. SC Forchheim                        25:17        10:4

4. SG Porz                                 25:17        10:4

5. LSV/Turm Lippstadt            21,5:20,5      8:6

6. SF Dormund-Brackel 1930  20,5:21,5      8:6

7. Stader SV                           23,5:18,5      7:7

8. SV Gernsheim                        21:21        7:7

9. Erfurter SK                            20:22         7:7

10. SF Heidesheim                      19:23         7:7

11. TuS Coswig 1920               18,5:23,5      7:7

12. SC Erlangen 48/88             18,5:23,5      5:9

13. SK Doppelbauer Kiel              17:25        4:10

14. Hagener SV                        15,5:26,5     4:10

15. Heilbronner SV                    14,5:27,5     3:11

16. Karlsruher SF 1853                16:26        1:13

Die Deutschen Vereinsjugend-Meisterschaften 2013 im Internet:
http://www.deutsche-schachjugend.de/dvm-portal-2013.html

Die Deutsche Vereinsjugend-Meisterschaft U20 2013 im Internet:
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u20/

Die Homepage des Ausrichters: http://www.dvm-u20.de/

Bilder des Deutschen Meisters U20 2013:
http://www.deutsche-schachjugend.de/ und
http://www.dvm-u20.de/index.php/impressionen

Die Einzelergebnisse des SK Bebenhausen:
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u20/sk-bebenhausen-1992/

Partien können unter
http://www.dvm-u20.de/index.php/u20-2013/partiendownload und
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u20/ nachgespielt
werden.

Die Start-Rangliste:
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u20/startrangliste/

Berichte gibt es auch unter http://www.deutsche-schachjugend.de/

Der Livestream:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=BJ4CGnnMVC8#t=5434

Ein Blick auf die Homepages der Konkurrenz:

Hamburger SK von 1830: http://www.hsk1830.de/

SC Forchheim: http://www.schachclub-forchheim.de/

SG Porz: http://www.sg-porz.de/

LSV/Turm Lippstadt: http://www.turm-open.de/lsvturm/

SF Dormund-Brackel 1930: http://www.schachfreunde-brackel.de/wordpress/
und http://www.schachfreunde-brackel.de/

Stader SV: http://www.stader-schachverein.de/news.php

SV Gernsheim: http://www.sk1980gernsheim.de/

Erfurter SK: http://www.erfurter-sk.de/

SF Heidesheim: http://www.sfr-heidesheim.de/

TuS Coswig 1920: http://www.schach-coswig.de/ und
http://www.tuscoswig.de/Schach

SC Erlangen 48/88: http://www.schachclub-erlangen.de/

SK Doppelbauer Kiel: http://www.sk-doppelbauer.de/

Hagener SV: http://www.hagener-schachverein.de/

Heilbronner SV: http://heilbronner-schachverein.de

Karlsruher SF 1853: http://www.ksf1853.de/

Schachklub Bebenhausen 1992:
http://www.sk-bebenhausen.schachvereine.de/wp/

Nicht viel zusammen lief beim weiblichen U14-Team des SK Bebenhausen bei der Deutschen Vereinsjugend-Meisterschaften in der Altersklasse U14w in Magdeburg. In der ersten Runde gegen den USG Chemnitz stand nach Niederlagen von Helena Schwärzler (4), Amelie Hanser (3), Hannah Rösler (1) und Eileen Wettach (2) eine 0:4-Niederlage fest.

Bei der 1:3-Niederlage in Runde 2 gegen die SG Porz wurde Arina Dobryden (2) Opfer Ihrer offenen Königsstellung. Hanser (3) verlor erneut chancenlos und auch die mutig aufspielende Rösler konnte am Spitzenbrett nichts Zählbares erringen. Einziger Lichtblick gegen den Deutschen Rekordmeister war der klare Sieg von Schwärzler (4).

Auch gegen den in Hamburg beheimateten SC Schachelschweine gingen die Schönbucherinnen mit 0:4 baden. Ein Eröffnungsdesaster gab es für Hanser (4), die das superscharfe Traxler-Gambit auf´s Brett bekam, ohne es zu kennen. Nach einem Anfängerfehler von Dobryden (3) und einem groben strategischen Schnitzer von Wettach (2) stand es schnell 0:3. Zuletzt verlor auch noch Rösler (1) chancenlos, sodass der SK Bebenhausen nun Tabellenletzter im 20-er-Feld war.

Die wohl schwerste Enttäuschung gab es in Runde 4 gegen den SK Endingen. Hatte man bei der Baden-Württembergischen Meisterschaft gegen die Badenerinnen noch 2:2 gespielt, so verloren die Schönbucherinnen in Magdeburg nach einem Festival der ausgelassenen Chancen mit 1:3 gegen denselben Gegner. Schwärzler (4) spielte und verlor entsetzlich schnell. Wettach (2) verschenkte eine haushohe Gewinnstellung und
verlor sogar noch. Dobryden (3) konnte endlich einmal ihr Können auf´s Brett bringen und gewann souverän. Rösler (1) spielte wieder einmal lange Zeit ordentlich, um ihre Partie dann durch grobe Fehler einzustellen. Damit blieben die Goldersbachtälerinnen auf dem letzten Tabellenplatz, was auch die Endplatzierung sein sollte.

Nach dem bisher für das U14-Team des SK Bebenhausen so desolaten Verlauf brach vor der fünften Runde der Deutschen Vereinsjugend-Meisterschaften in Magdeburg eine Novovirus-Epidemie aus.
Spitzenspielerin Rösler lag käseweiß im Bett nach einer Nacht, die sie statt mit Schlafen mit Erbrechen verbracht hatte. Ihre Gegnerin aus der dritten Runde von den Hamburger SC Schachelschweinen musste mit drei anderen Mädchen gar ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zahlreiche Bretter blieben leer. Es fielen sogar einige Mannschaftskämpfe ganz aus. Trotzdem kämpften die Schönbucherinnen gegen den ebenfalls noch punktlosen SK Neumarkt aus der Oberpfalz um ihre letzte realistische Chance. Nach wenigen Minuten mußte sich allerdings Schwärzler (4) am Brett übergeben und die Partie aufgeben. Wettach (1), Hanser (3) und Dobryden (2) mußten ebenfalls Lehrgeld bezahlen und Ihren Gegnerinnen bald zum Sieg gratulieren. Danach wurden alle laufenden Partien von einem Amtsarzt abgebrochen und angeordnet, dass alle Spielerinnen, Trainer und Betreuer wegen der sich immer mehr ausbreitenden Novovirus-Epidemie sofort aus Magdeburg abreisen müssen. Die Bebenhäuser Spielerinnen Rösler und Schwärzler waren aber nicht reisefähig, so dass sich das ganze Team entschied, noch eine Nacht in Magdeburg zu verbringen. Die gesamte fünfte Runde wurde von der Turnierleitung annulliert. Über die Wertung des Turniers und die Siegerinnen muss noch ein Schiedsgericht der Deutschen Schachjugend entscheiden. Die U14-Mädchen des SK Bebenhausen betrifft dies nicht.

Obwohl die Stimmung im Team sehr gut war, erreichte keine einzige Spielerin Normalform. Lediglich ein Sieg von Helena Schwärzler am vierten und einer von Arina Dobryden am dritten Brett waren die magere Ausbeute von vier beziehungsweise fünf gespielten Runden. So passte der Turnierabbruch zum ungewohnten letzten Platz des SK Bebenhausen. In der Zwischenzeit sind aber alle Spielerinnen wieder gesund und munter. In der Zukunft ist dem sehr jungen Team noch einiges zuzutrauen.

Die Abschlusstabelle der DVM U14w:
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u14w/tabelle/4/ :

Platz      Mannschaft                    Brettpunkte   Mannschaftspunkte

1. SK Blauer Springer Paderborn       11:5       7:1
2. SV 1919 Grimma                         10,5:5,5    7:1
3. SV Langen                                     11:5       6:2

20. SK Bebenhausen                             2:14     0:8

Die Deutsche Vereinsjugend-Meisterschaft U14w im Internet:
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u14w/

Die Homepages des Ausrichters: http://dvm-schach.de/dvm_2013/index.htm
und http://www.schach-sachsen-anhalt.de/

Die Einzelergebnisse des SK Bebenhausen:
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u14w/sk-bebenhausen-1992/

Partien können unter
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u14w/ und
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u14w/sk-bebenhausen-1992/
nachgespielt werden.

Die Start-Rangliste:
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u14w/startrangliste/

Bericht des SK Neumarkt zum 4:0-Sieg gegen eine „sehr junge und
unerfahrene Truppe“:
http://www.schachklub-neumarkt.de/folgeseiten/aktuelles.html

Die offizielle Stellungnahme der Deutschen Schachjugend zum Ausbruch
der Novovirus-Epidemie:
http://www.deutsche-schachjugend.de/dvm13_abbruch_u10_u14_u14w.html

Video des Mitteldeutschen Rundfunks zum Ausbruch der
Novovirus-Epidemie:
http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/novoviren-statt-schach100_zc-a2551f81_zs-ae30b3e4.html

Zum Ausbruch der Novovirus-Epidemie die Leipziger Volkszeitung:
http://www.lvz-online.de/nachrichten/mitteldeutschland/schachturnier-wegen-norovirus-erkrankungen-in-magdeburg-abgebrochen/r-mitteldeutschland-a-220878.html

Zum Ausbruch der Novovirus-Epidemie die Welt:
http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/schlaglichter_nt/article123408163/Schachturnier-wegen-Noroviren-Verdacht-abgebrochen.html

Zum Ausbruch der Novovirus-Epidemie die Süddeutsche Zeitung:
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1530624

Zum Ausbruch der Novovirus-Epidemie der Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/schachturnier-in-magdeburg-abgebrochen-verdacht-auf-noroviren-a-941327.html

Zum Ausbruch der Novovirus-Epidemie die Volksstimme:
http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/1201369_Virenalarm-setzt-400-Schachkinder-matt.html

und
http://www.volksstimme.de/nachrichten/magdeburg/1201130_Gesundheitsamt-bricht-Deutsche-Meisterschaften-der-Schachjugend-ab.html

Das U12-Team des SK Bebenhausen ließ bei der Deutschen Vereinsjugend-Meisterschaften in der Altersklasse U20 im fränkischen Lichtenfels-Schney in der 1. Runde Spitzenmann Leander Grimm pausieren, zog sich bei der 1:3-Niederlage gegen den Hamburger SK von 1830 aber trotzdem achtbar aus der Affäre. Den Niederlagen von Christopher Freiherr von Hauff am Spitzenbrett, Davide De Rentiis (Brett 2) und Jonas Ortner (3) stand der sensationelle Ehrenpunkt von Niklas Greitmann (4) gegen den späteren Deutschen Vizemeister entgegen.

In Runde 2 wurden die Goldersbachtäler ihrer Favoritenrolle gegen den württembergischen Konkurrenten SR Spaichingen nicht gerecht und kamen über ein mageres 2:2 nicht hinaus. Nachdem man auf württembergischer und Baden-Württembergischer Ebene gegen Spaichingen noch gewonnen hatte, waren die Goldersbachtäler optimistisch und rechneten mit einem Sieg. Die Warnungen von Teamchef Boris Latzke: „Die Gegner können aber auch kämpfen“ wollten die Kinder nicht hören und erst nach der schnellen Niederlage von Greitmann an Brett 4 wachten die Schönbucher auf. Nach klaren Siegen von Grimm (1) und Freiherr von Hauff (2) kämpfte De Rentiis (3) verbissen, konnte jedoch seine Eröffnungssünden nicht mehr ausbügeln. Schade, dass ausgerechnet im Lokalderby Greitmann und De Rentiis nicht Ihren besten Tag erwischt hatten.

In der dritten Runde musste die Schönbucher im Baden-Württembergischen Duell gegen die Karlsruher SF 1853 eine unnötige Niederlage einstecken. Dabei gelang Freiherr von Hauff (Brett 3), der seinem Gegner keine Chance ließ, eine starke Partie. Greitmann (4) kam schon aus der Eröffnung heraus zu starkem Angriff, spielte diesen aber zu sorglos und verlor bald.  Nach der Niederlage von Ortner (3) hätte Grimm am Spitzenbrett noch leicht den Ausgleich für die Goldersbachtäler schaffen können. Doch in besserer Stellung schenkte Grimm unverständlicherweise den Badenern durch eine dreifache Stellungswiederholung den 2,5:1,5-Mannschaftssieg. Wie eng die Mannschaften in der U12 beieinander liegen, zeigt, dass die Karlsruher sowohl gegen den späteren Deutschen Meister Magdeburg als auch gegen den späteren Zweitletzten, den Ausrichterverein Seubelsdorf 2:2 spielten.

Im Duell der beiden SKBs zwischen dem hessischen SK Bickenbach und dem schwäbischen SK Bebenhausen war für das U12-Team der Schönbucher in Runde 4 ein Sieg im Bereich des Möglichen. Ortner (Brett 3) erreichte soliden Positionsvorteil, machte dann aber zwei schwere Fehler hintereinander, wonach das Spiel nicht mehr zu retten war. Grimm glich mit einem klaren Sieg am Spitzenbrett zum 1:1 aus. Nach einem scharfen Duell musste Greitmann (4) seine Flinte ins Korn werfen. Schließlich stellte De Rentiis (2) durch einen Sieg im Mattangriff den 2:2-Endstand her.

In der fünften Runde mussten die Schönbucher gegen den ausrichtenden Verein SV Seubelsdorf antreten. Nach souverän herausgespielten Siegen von Grimm (Brett 1) und Freiherr von Hauff (2) mußte das Team allerdings lange um den ersten Mannschaftssieg zittern. Ortner (4) behandelte seine Partie zunächst schwach, kämpfte mit einem Turm weniger aber zäh weiter. Schließlich erreichte er das Endspiel Turm gegen Springer und ein Remis. De Rentiis spielte die Eröffnung eigenwillig gegen die Vorbereitung von Trainer Latzke und verschenkte dann in etwas schlechterer Stellung einen Bauern und die Partie zum 2,5:1,5 Endergebnis.

Gegen die Jungs vom Märkischen Springer Halver-Schalksmühle hatte Freiherr von Hauff (2) in Runde 6 nicht seinen besten Tag erwischt und verlor trotz eines Bauerngewinns in der Eröffnung bald. Mit ganz stark herausgespielten Siegen drehten Greitmann (4) und Grimm (1) jedoch den Mannschaftskampf. Der zweite Mannschaftssieg war zum Greifen nahe, da De Rentiis (3) mehrfache eine klare Gewinnstellung auf dem Brett hatte.
Der 11-jährige Hirschauer spielte jedoch nicht umsichtig und fand sich später in einem verlorenen Turmendspiel wieder, was die Sauerländer über ein 2:2 jubeln ließ.

In der Schlussrunde wurden den Goldersbachtäler mit der TuS Coswig 1920 ein sehr starker Gegner zugelost. Teamchef Latzke prognostizierte schon am Vorabend beim Studium der gegnerischen Partien ein 0:4-Niederlage. Der bisher sehr stark spielende Grimm (1) entwertete seine Turnierleistung durch eine verheerende Niederlage, weil dem 11-jährigen Kepler-Gymnasiasten elementare Theorie-Kenntnisse nicht bekannt waren. Ebenfalls seinem übermächtigen Gegen beugen musste sich der tapfer kämpfende Greitmann (4). Einfach nicht richtig ins Turnier fand Jonas Ortner (3). Der 11-jährige Dettenhäuser verlor auch in der Schussrunde nach zahlreichen Fehlern. Zuletzt verlor auch Freiherr von Hauff (2) chancenlos. Zitat Latzke: „Das war zum Abschluss eine ganz schwere Klatsche“.

Trotzdem zeigten sich die Bebenhäuser U12-Jungs, bei denen Grimm mit 4,5 Punkten aus 6 Partien am besten punktete, konkurrenzfähig. Freiherr von Hauff punktete an Brett 2 mit 3 aus 6 ebenfalls gut. Bei Greitmann war mit 2 aus 6 an Brett 4 noch Luft nach oben. Weit unter Form spielen De Rentiis mit 1 aus 5 an Brett 3 und Ortner mit 0,5 aus 5 an Brett 3. Man darf gespannt sein, wie sich der Bebenhäuser Jahrgang 2002 weiterentwickeln wird.

Die Abschlusstabelle der DVM U12:
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u12/tabelle/7/

Platz        Mannschaft                    Brettpunkte
Mannschaftspunkte

1. SG Aufbau Elbe Magdeburg        20,5:7,5      11:3

2. Hamburger SK von 1830             18,5:9,5      11:3

3. Treptower SV 1949                    16,5:11,5     10:4

16. SK Bebenhausen                           11:17         5:9

bei 20 teilnehmenden Mannschaften.

Die Deutsche Vereinsjugend-Meisterschaft U12 im Internet:
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u12/

Die Homepages des Ausrichters: http://www.schachverein-seubelsdorf.de/
und http://www.u12-dvm-2013.steffans-schachseiten.de/

Video von der Siegerehrung unter
http://www.youtube.com/watch?v=9sEGgrbhG9s

Die Einzelergebnisse des SK Bebenhausen:
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u12/sk-bebenhausen/

Partien können unter
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u12/ und
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u12/sk-bebenhausen
nachgespielt werden.

Die Start-Rangliste:
http://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2013/dvm-u12/startrangliste/