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Beim nächtlichen Hochwasser 1975 in Lustnau konnten vier Menschen nur knapp vor dem Ertrinken gerettet werden. Auch heute ist das Hochwasser – trotz Frühwarnsystem und Rückhaltebecken – eine reale Gefahr. Dies zeigt die Ausstellung „Hochwasserschutz Lustnau“, die Oberbürgermeister Boris Palmer am Montag, 23. September in der Volksbank-Filiale Lustnau eröffnete.

„Die Bilder der Überschwemmungen von 1987 und 1955 zeigen eindrucksvoll, wie wichtig der Bau des Hochwasser-Damms zwischen Lustnau und Bebenhausen war“, sagte der Oberbürgermeister. Doch der Damm kann nicht vollständig vor dem Hochwasser schützen: Bei einem Jahrhunderthochwasser verlängert er die Vorwarnzeit, sodass der Goldersbach in Lustnau erst sechs oder sieben Stunden nach der Alarmierung über die Ufer tritt – aufhalten kann er eine Jahrhundert-Flut nicht. „Die Bürgerinnen und Bürger müssen also auch selbst vor allem bauliche Vorsorgen treffen, um ihre Häuser vor Überschwemmungen zu schützen“, sagte der Oberbürgermeister.

„Wir freuen uns, dass wir in der Filiale der Volksbank mit der Ausstellung hier vor Ort in Lustnau sein können“, so Palmer. „Hochwasserschutz geht alle an“, begrüßte Thomas Taubenberger, Vorstands-Mitglied der Volksbank, die Gäste.

Acht große Tafeln geben einen Überblick über die historischen Hochwasser-Jahre: Fotos aus den Jahren 1955 und 1987 zeigen beispielsweise die überflutete Adlerkreuzung und die Folgen der Überschwemmungen in Bebenhausen und Lustnau. Außerdem bietet die Ausstellung anschauliche Informationen rund um das Thema Hochwasserschutz: Wie funktioniert die Alarmierung? Wo gibt es Sandsäcke? Woher kommt das Hochwasser? Und wie kann man am besten Vorsorge treffen? Die beiden Sirenentöne (zur Warnung und Entwarnung) können sich die Besucher über Kopfhörer per Knopfdruck ebenfalls anhören. Informationen über das Frühwarnsystem, Vorsorgemaßnahmen und das richtige Verhalten im Falle eines Hochwassers bietet außerdem ein Faltblatt, das die Stadtverwaltung für die gefährdeten Lustnauer Bürgerinnen und Bürger ausgearbeitet hat und das bereits in die Haushalte verteilt wurde.

Begleitend zur Ausstellung gibt es ab Dienstag, 24. September auf dem städtischen Youtube-Kanal einen Film zu sehen, den der Lustnauer Werner Kurzenberger während des Hochwassers im Juli 1987 in Lustnau gedreht hat. Die Internetadresse lautet: http://www.youtube.com/Tuebingen001.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist bis Freitag, 11. Oktober 2013 zu sehen, während der Geschäftszeiten der Lustnauer Filiale der Volksbank Tübingen, Kreuzstraße 52:

Montags             9 bis 12.30 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr
Dienstags           9 bis 12.30 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr
Mittwoch            9 bis 12.30 Uhr
Donnerstags       9 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr
Freitags             9 bis 12.30 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr

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