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Der Schwarzwälder Bote berichtet zum 75. Geburtstag des Steiglehofs auf dem Hohenberg von Horb am Neckar (und seiner Wirtin Marianne Bauer) über die Geschichte dieser Traditionsgaststätte, die erst durch Bebenhausener Entscheidung eine werden konnte, weil die Horber Wirte dagegen waren, dass es auf dem ehemaligen Galgenfeld eine neue Wirtschaft gibt. Peter Morlok schreibt im SchwaBo:

Ein langwieriges Gerichtsverfahren, mit Unterschriftenaktion der damaligen Anlieger, ging voraus und erst ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofes aus Bebenhausen machte den Weg frei für den Gasthof. Ab da gab es Mittagstisch im Steiglehof.

Denn während viele wissen, dass nach dem Zweiten Weltkrieg Tübingen die Hauptstadt des bundesrepublikanischen Landes Württemberg-Hohenzollern war, und das nahe, damals selbständige, Bebenhausen Sitz des Landtags, weiss heute kaum jemand, dass hier auch die Gerichtsbarkeit ansässig war. Das einstige Winterrefektorium diente als Plenarsaal des LAndtags. Im Herrenhaus und im sogenannten Kapfschen Haus aber richtete sich das Oberlandesgericht ein (bis 1953), der Verwaltungsgerichtshof (bis 1958), wo später dann die Forstdirektion und die Museumsverwaltung einzog. (Archivquelle und Gesetz über die Verlegung)

Und der Steiglehof? Hatte gute und schlechte Zeiten, Stillstand und Feuer, und nach den Französischen Soldaten, mit denen es nach dem Krieg begann, Gäste wie Wolle Kriwanek und Vico Torriani – und den im Titel erwähnten:

Berühmtester Gast im „Steiglehof“ war jedoch ohne Zweifel der Herzog von Windsor, Eduard VIII, der durch seinen Verzicht auf den englischen Thron und seine Heirat mit Wallis Simpson bekannt wurde. Er machte auf einer Reise von Stuttgart nach Baden-Baden Halt auf dem Hohenberg und blieb als freundlicher Mann ohne Allüren in der Erinnerung von Marianne Bauer haften.

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