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So wie derzeit in Tübingen die Schöffen fürs Gericht zu benennen und zu wählen sind, so waren vom Gemeinderat und Ortschaftsrat im ArchivGemeinderat unter der Leitung von Bürgermeister Volle am 28. März 1953 für das Nachlassgericht und die Inventurbehörde je zwei Personen und zwei Stellvertreter zu wählen. Neben dem Bürgermeister waren das für ersteres Eugen Heller sowie Christian Heller und Wilhelm Reutter, für letzteres Ernst Rilling sowie Wilhelm Reutter und Karl Pfeiffer.

In letzter Zeit werden immer wieder Anträge auf Überlassung von Gräbern durch Auswärtige, hauptsächlich von auswärts wohnenden ehemaligen Bebenhäusern gestellt. In Anbetracht der Zunahme der hiesigen Wohnbevölkerung durch Zuzüge, hauptsächlich von Flüchtlingenm muss mit dem Raum auf dem Friedhof sehr haushälterisch umgegangen werden. (…) Der Gemeinderat ist der Auffassung, dass ehemalige Bebenhäuser nicht einfach abgewiesen werden können, sondern es solle ihnen gegen Bezahlung der doppelten Gebühr ein Raum auf dem Herrenfriedhof abgegeben werden. Diese würde für eine Ruhezeit 40,00 DM betragen.

Anträge von Personen, die keinerlei Beziehungen zu Bebenhausen haben, werden von Fall zu Fall durch den Gemeinderat beschieden – was auch für die zu erhebende Gebühr betrifft.

Als letzten inhaltlichen Punkt befand der Gemeinderat positiv über den Antrag des damaligen Schlossverwalters, ihm einen Bauplatz hinter dem Schulhaus im Zeughausgarten für ein Eigenheim abzutreten. Laut Bebauungsplan des Innenministeriums war der Platz für ein landwirtschaftliches Anwesen vorgesehen, so dass der Antrag nur unter der Bedingung genehmigt wurde, das Haus später zu einem landwirtschaftlichen Anwesen auszubauen.

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