Schlagwörter

, , , , , , ,

60 Jahre Spielplatz Bebenhausen

Bei der am 25. Februar 1953 stattgefundenen Bürgerversammlung wurde der Antrag gestellt, für die noch nicht schulpflichtigen Kinder einen Spielplatz bereit zu stellen. Mit Rücksicht darauf, dass die Kinder bei dem derzeitigen starken Verkehr sehr grossen Gefahren ausgesetzt sind, kann sich der Gemeinderat dieser Notwendigkeit nicht verschliessen. Der Spielplatz müsste eingezäunt und mit Einrichtungen, Sandhaufen, Schaukel u.s.w. ausgerüstet werden. Als Platz wird der obere Teil des Zeughausgartens von der Schule bis zu der neugebauten Strasse vorgeschlagen mit einer Fläche von ca. 1,5 Ar. Eine Haftung für die Kinder während dem sie auf dem Spielplatz sind, könnte die Gemeinde jedoch nicht übernehmen.

Gemeinderat und Ortschaftsrat im ArchivIn der Gemeinderatssitzung vom 02. März 1953 unter Bürgermeister Karl Volle beschloss der Gemeinderat, in den gerade zuvor Regierungssekretär Karl Pfeiffer für den nach Tübingen verzogenen Gemeinderat Christian Haidt nachgerückt war, entsprechend einstimmig:

Das Gelände vom Schulhaus bis zur neugebauten Strasse im Zeughausgarten in der Grösse von etwa 1 1/2 Ar für einen Kindergarten mit den erforderlichen Geräten herzurichten und einzuzäunen. Die Kindseltern sind zu benachrichtigen, dass sie ihre Kinder bis zum schulpflichtigen Alter dorthin verbringen können, jedoch auf ihre eigene Gefahr. Den Kindseltern ausdrücklich mitzuteilen, dass seitens der Gemeinde keinerlei Haftpflicht übernommen wird.

Ein Kindergarten im eigentlichen Sinne war das freilich nicht, der musste noch dreissig Jahre warten, bis es 1983 endlich soweit war.

Advertisements