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Augsb Jak Kirchweih VerkehrsregelungÜberrascht wurden Bebenhäuser am Morgen des Samstag 02. Februar, wenn sie früh am Morgen von Bebenhausen mit dem Auto in die Stadt fahren wollten: Direkt an der Einmündung der Schönbuchstrasse in die L1208 war die Strasse nach rechts gesperrt. Ähnlich ging es jenen, die aus Richtung Böblingen, Stuttgart oder Tübingen fahren wollten: Es grüßte sie das weisse Schild mit rotem Kreis. Wer auf den Bus gehofft hatte blieb sitzen, da dieser über Pfrondorf umgeleitet wurde und Bebenhausen in keiner Richtung anfuhr.

Grund war keine Übung, wie manche sie vermuteten, sondern ein echter Hochwasseralarm, weil die Warnpegel im Schönbuch und in Bebenhausen nach dem langanhaltenden Dauerregen deutlich überschritten waren und es galt, Lustnau zu schützen. Der Damm mit Sperrtor, der Hochwasserschutz für Lustnau, ist ja genau zu diesem Zweck errichtet worden. Der Erste Bürgermeister entschied zusammen mit dem Leiter des Ordnungsamtes und anderen, das Tor zu schliessen und von der Seite der Kälberstelle her sperrte die Polizei Böblingen die Strasse. Im Schwäbischen Tagblatt liest sich das so:

Um 3 Uhr in der Frühe trat der Hochwasser- und Einsatzplan für Lustnau in Kraft, berichtet Rainer Kaltenmark vom Tübinger Ordnungsamt. Denn innerhalb von zwölf Stunden wurden mehr als 20 Millimeter Niederschlag gemessen, die Pegelstände vom Goldersbach und Kirnbach waren mehrere Zentimeter über der kritischen Marke. Schäden konnten nicht ausgeschlossen werden. Am höchsten war der Pegelstand in der Alberstraße, da erreichte der Goldersbach 60 bis 65 Zentimeter.

Sofort rückte die Tübinger Feuerwehr an und begann, das 40 Tonnen schwere Tor des Damms mit einer Drehleiter zu schließen – bei strömendem Regen mitten in der Nacht. Adlerkreuzung und die Zufahrt über die Kälberstelle wurden gesperrt.

Dabei fehlte ein wichtiger Hinweis: „Zufahrt bis Bebenhausen frei“ – entsprechende Zusatzschilder sind nach Auskunft des Ordnungsamtes zwar bereits vor Wochen beantragt aber noch nicht geliefert worden. Für Lustnau lief der Hochwasser-Alarm gut. Wieder das Tagblatt:

Kurz nach halb Acht jedoch kam die Entwarnung, so Kaltenmark. Das Tor konnte nach drei Stunden wieder geöffnet werden. Denn es war alles wieder „im grünen Bereich“. (…) Die Schließung des Damms verlief laut Kaltenmark reibungslos. Schäden seien bislang keine bekannt.

Wichtig für die BewohnerInnen Bebenhausens ist aber: Der Ort bleibt erreichbar, ganz legal, von der Kälberstelle her – auch wenn der Rittweg wie derzeit in Wintersperre und der Hochwasserschutz geschlossen ist.

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