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Bild: Flickr/MichaelPollack; Creative Commons Lizenz CC-BY

„Wenn viele kleine Leute
in vielen kleinen Orten
viele kleine Dinge tun
können sie das Gesicht der Welt verändern“

…heisst es in einem Sprichwort der Xhosa, eines afrikanischen Volkes, das in Tansania und anderen Ländern des südlichen Afrika lebt. Das gilt zum Beispiel für unseren Konsum, unser Einkaufsverhalten. Nicht nur am Ende eines Lebens, wo es um faire Grabsteine (ohne Kinderarbeit) geht, sondern auch während des Lebens, etwa beim Tee oder Kaffee trinken. In der Verwaltungsstelle Bebenhausen wird Tee getrunken, der ökologisch angebaut (Bio) und fair gehandelt wurde – und in Tübingen wurde auf der letzten Gemeinderatssitzung der „Moshi-Kaffee“ vorgestellt, ebenfalls Bio und Fair – und aus Tübingens Partnerstadt in Tansania, Moshi, stammend.

Der obige Satz ist auch die Grundüberlegung der Transition Towns, der Städte, die sich aufgemacht haben, sich zu verändern. Die Stadt Tübingen ist nicht nur „Fair Trade Town„, sondern jetzt auch für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert, weil hier vieles geschieht, zu dem wir unseren Teil beitragen können.

„I am only one,
But still I am one.
I cannot do everything,
But still I can do something;
And because I cannot do everything,
I will not refuse to do the something that I can do.“,

– Helen Keller

(„Ich bin nur eine,
aber immerhin eine Person.
Ich kann nicht alles tun,
aber ich kann immerhin etwas tun.
Und nur weil ich nicht alles tun kann
werde ich mich nicht weigern, das zu tun, was ich tun kann.“)

Das gilt, denke ich, auch für den kleinen Ort Bebenhausen und seine BewohnerInnen, die nicht alles aber doch einiges tun können – durch ihr persönliches Engagement, als eine einzelne Person, die einiges und einige andere bewegt – sei es für das Ortsbild durch eine Patenschaft für ein Stück Grün (oder ein Stück unseres Goldersbachs) oder die Teilnahme am Blumenschmuck-Wettbewerb, sei es im gemeinsamen Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr oder im Kirchenchor, sei es im einzelnen Einsatz mit einem Sport- und Bewegungsangebot im Schulhaus oder mit dem ebenfalls dort stattfindenden Kindergottesdienst. Sei es, wie jetzt in der Vorweihnachtszeit, mit „Weihnachten im Schuhkarton“ des evangelikalen Missionswerks „Geschenke der Hoffnung„. Sei es im Kinderhaus oder bei der nachmittäglichen Kinderbetreuung, sei es beim Besuch älterer Mitmenschen die sonst wenig Besuch bekommen. Sei es dadurch, der Nachbarin die Einkaufstasche von der Bushaltestelle zu ihrer Strasse oder ihrem Haus zu tragen, sei es durch den helfenden Hinweis, was alles an Lebensmitteln nach Bebenhausen geliefert wird oder doch noch im Ort gekauft werden kann (und das meint nicht nur Honig).

Als Ortsvorsteher freue ich mich über das vielfältige Engagement der Menschen im Ort, die diesen Ort zu einem besseren und die Menschen dieses Ortes zu einer Dorfgemeinschaft machen. Dass wir zugleich bei uns Energie sparen und mich Anfragen erreichen, wieweit man im Ort trotz Denkmalschutz auch Energie erzeugen kann sind nur weitere kleine Bausteine zu einem besseren kleinen Ort.