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Der Friedhof ist in Bebenhausen ja immer mal wieder ein Thema – So war schon im Haushalt 2012 zu lesen:

Vor allem die Wege sind in einem trostlosen und verkehrswidrigen Zustand. Hölzerne Friedhofstüre verwittert stark.

…und der Haushaltsansatz wird seit dem Wirtschaftsplan 2011 auch in 2013 hinein, für das derzeit der Haushaltsentwurf erstellt wird, fortgeschrieben.

Trostlos und verkehrswidrig ist es auch, wenn das ehrende Angedenken an die Verstorbenen auf unehrenhafte Weise, durch ausbeuterische Kinderarbeit nämlich, in Stein gefasst wird. Das Land Baden-Württemberg sieht das inzwischen genauso wie die Stadt Tübingen und hat darum mit Datum vom 26.Juni 2012 das „Gesetz zur Änderung des Bestattungswesens“ erlassen, das im neuen Absatz 3 des § 15 folgenden Text enthält:

„(3) In Friedhofsordnungen und Polizeiverordnungen kann festgelegt werden, dass nur Grabsteine und Grabeinfassungen verwendet werden dürfen, die nachweislich aus fairem Handel stammen und ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne der Konvention 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hergestellt sind. Die Anforderungen an den Nachweis nach Satz 1 sind in den Friedhofsordnungen und Polizeiverordnungen festzulegen.“

Der Beschluss des Landtags geht zurück auf einen entsprechenden Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und der SPD. Damit ist klar, dass entsprechende Friedhofsordnungen wie diese für alle Friedhöfe geltende der FairTrade-Stadt Tübingen (§20, Ziffer 15) bindend Gültigkeit haben und dementsprechend in immer mehr Kommunen, bitte auch in Bebenhausen, Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit keinen Platz mehr finden.

Einen Leitfaden zum fairen Einkauf von Grab- und Natursteinen gibt es hier zum kostenlosen Download.

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